Die FWG will mit der CDU

  • schließen

Die FWG, aus der Kommunalwahl erneut als stärkste Fraktion hervorgegangen, bahnt eine Mehrheitskoalition mit der CDU an. Wer FWG-Fraktionschef wird, ist noch offen.

In Schmitten bahnt sich eine Koalition zwischen den beiden stärksten Fraktionen an. FWG und CDU hätten dann rechnerisch eine Mehrheit und wären nicht auf andere Gruppierungen angewiesen.

Bekanntlich hatte die FWG als stärkste Fraktion in der zu Ende gehenden Amtsperiode ein Bündnis von CDU, UBB und Grünen gegen sich. Vor der Wahl, als der Rückzug des bisherigen CDU-Fraktionsvorsitzenden Karsten Ratzke abzusehen war, hatte die FWG angedeutet, dass die CDU als Partner nicht auszuschließen sei.

In trockenen Tüchern sei noch nichts, gab sich FWG-Spitzenkandidat Volker Lehwalder zunächst zurückhaltend, berichtete dann aber, dass nach der ersten Sondierung das zweite Gespräch mit der CDU offiziellen Charakter gehabt habe. „Das ist vielversprechend und entwickelt sich in eine vernünftige Richtung.“ Schwerpunkte seien bisher Inhalte und Personalfragen gewesen. Die Gespräche seien harmonisch und konstruktiv verlaufen, beide Seiten hätten ihre Positionen aber klar vertreten. Inhaltlich gebe es keine großen Unterschiede, nur in der Gewichtung der Themen.

„Es wird wohl zu einer festen Verbindung mit der CDU kommen, und das wird sich dann im Vorstand und im Parlament niederschlagen“, ist Lehwalder überzeugt und kündigt für die kommende Woche das dritte und „hoffentlich finale Gespräch“ an. Darüber hinaus wolle sich die FWG auch mit der FDP und SPD zusammensetzen. Auch ein Treffen mit der b-now sei terminiert, um sich besser kennenzulernen und in Erfahrung zu bringen, wo Berührungspunkte sind. „Wir sehen nicht die Sinnhaftigkeit, in offizielle Gespräche mit dem UBB und den Grünen zu gehen“, gibt Lehwalder zu. Die General-Opposition des UBB aus den vergangenen fünf Jahren stecke noch zu tief in den Knochen, und bei den Grünen fehle die Verlässlichkeit. Wenn von den beiden umgekehrt Gespräche gewünscht seien, stehe die FWG, die eine sachorientierte Kommunalpolitik mit allen verfolge, zur Verfügung.

Personalfragen will die FWG am Dienstag in einer internen Fraktionssitzung festzurren und am 18. April in der Mitgliederversammlung beschließen lassen. Der bisherige Fraktionsvorsitzende Thomas Willroth werde voraussichtlich in den Gemeindevorstand wechseln. Wer Fraktionschef werde, sei noch nicht sicher. Lehwalder steht wieder als Parlamentschef zur Verfügung, hat doch die FWG als stärkste Fraktion wieder die Option, diesen zu stellen. Geht es nach der FWG, sind im neuen Gemeindevorstand nicht mehr alle Fraktionen vertreten. Damit aber alle zumindest einen Platz in den Ausschüssen haben, sollte dort die Anzahl der Mitglieder erhöht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare