Windkraft: Bei einer Anlage profitiert nur Hessenforst von den Einnahmen

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Es gibt Neues zum Thema Windkraft. Bürgermeister Roland Seel gab dem Parlament einen Abriss aller derzeitigen Planungen bekannt.

Die Gemeindevertretersitzung bietet die Plattform, über alle Neuigkeiten aus der Verwaltungsarbeit zu berichten. Das nahm Bürgermeister Roland Seel (CDU) zum Anlass, die Gemeindevertreter über den Sachstand von etlichen, in Planung befindlichen Maßnahmen Rede und Antwort zu stehen.

Die Erweiterung des Biomassehofes liege erst mal still, sagte er. Der Ortsbeirat sollte dazu befragt werden und habe vorgeschlagen, den Verkehr zum Saargelände genau zu überprüfen.

In Sachen Abriss des Bürgerhauses seien die Auflagen für den diesbezüglichen Antrag erfüllt. Er könne daher jetzt abgeschickt werden. „Man muss aber kein Prophet sein, um zu wissen, dass der Denkmalschutz eher ablehnen wird“, berichtete Roland Seel.

In Sachen Windenergie gebe es zeitliche Verzögerungen, ging er zum derzeit neben der Erweiterung des Biomassehofes wohl meistdiskutierten Thema Grävenwiesbachs über. Es sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig. Und zwar betrage der Abstand zu den anderen Windkraftanlagen in diesem Bereich lediglich drei Kilometer, weshalb diese Anlagen gesetzlich als eine betrachtet werden müsse, erklärte der Bürgermeister. Durch die Erstellung dieses nötig gewordenen Gutachtens würde sich aber die Baumaßnahme mit der Rodung bis zum Oktober des kommenden Jahres verschieben.

Als wäre das nicht genug, gebe es ein weiteres Problem. Denn eine der Grävenwiesbacher Anlagen würde mit rund 30 Prozent der Rotoren über die Wellerstraße bis zum Bereich des Hessenforstes reichen. Und somit habe der Hessenforst auch das Anrecht auf die anteiligen Pachterträge. Die Pacht sei mit 47 000 Euro pro Jahr angesetzt. Mit der Inbetriebnahme der Windkraftanlage sei nicht vor 2017 zu rechnen, sagte Seel.

Auch die Interkommunale Zusammenarbeit interessierte die Kommunalpolitiker. Seel berichtete über eine Grundsatzentscheidung, die noch vor den Sommerferien getroffen werden solle. Aktuell seien die Bauverwaltungen samt der Liegenschaftsämter der Gemeinden Schmitten, Weilrod und Grävenwiesbach zusammengekommen, um sich gegenseitig zu vergleichen.

Für die Dorferneuerungsprojekte sind inzwischen die einzelnen Angebote eingeholt worden, teilte Roland Seel mit.

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