Pfaffenwiesbacher Ortsbeirat

Windkraft am Winterstein: Votum für Veränderungssperre

  • schließen

Was die Pläne des Bundesforstes angeht, ist Pfaffenwiesbachs Ortsbeirat einig: So geht’s nicht. Vom Tisch ist die Windkraft am Winterstein aber keinesfalls.

Wieder Herr im eigenen Wald sein. Das haben sich die Gemeinden Wehrheim, Rosbach, Friedberg und Ober-Mörlen zum Ziel gesetzt. Derzeit hat der Bundesforst auf der Höhe des Wintersteins sechs eigene Windkraftanlagen beantragt. Diese Nachricht flatterte den Kommunen ziemlich überraschend ins Haus. Seit dieser Zeit hat sich der Wind gedreht und die Kommunen sind aktiv geworden. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans wollen die Kommunen wieder die Planungshoheit übernehmen. Die zusätzliche Veränderungssperre soll ihnen zudem Zeit für die Detailplanung verschaffen. In allen vier Kommunen gehen die Beschlüsse derzeit durch die Gremien, in Rosbach hat die Stadtverordnetenversammlung bereits zugestimmt. Am Dienstagabend war nun der Ortsbeirat Pfaffenwiesbach an der Reihe, eine Stellungnahme abzugeben. Am Freitag, 9. Dezember, stimmt das Wehrheimer Parlament über einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan fassen und eine entsprechende Veränderungssperre ab.

Die Bürgerfragestunde nutzte die Bürgerinitiative Winterstein und auch die FDP, um die Position des Ortsbeirates zu erfragen, allerdings auch, um die eigene Position deutlich zu machen.

Viele Bürger hätten sich gegen die Windräder auf dem Winterstein ausgesprochen. Anstelle sich die Anlagen „einfach vor die Nase setzten zu lassen, wollen wir eingebunden werden“, verdeutlichte Andreas Funke. Er befürchte, dass die Gemeinde zusehe, wie die Anlagen immer weiter an das Wohngebiet heranrücken.

Abwarten müsse die Gemeinde nun zunächst, was die Flugsicherung in Bezug auf das Funkfeuer zu dem geplanten Standort sage.

Dass sich die SPD für Windräder ausgesprochen habe, daraus machte Ortsbeiratsmitglied Walter Simon kein Geheimnis. Ob er damit auch den Willen der Pfaffenwiesbacher vertrete, daran hatte Funke seine Zweifel.

Gleichwohl stehe Simon dazu, wie er betonte, schließlich sei das Teil des Wahlprogramms seiner Partei gewesen. Ortsvorsteher Sebastian Sommer (CDU) wollte zumindest die Planungshoheit gesichert wissen. Rudolf Bauer (ÜB) fehlte bei der Sitzung, einstimmig sprach sich der Rest des Gremiums für Aufstellungsbeschluss und Veränderungssperre aus.

(tas)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare