Windmess-Mast wird abgebaut

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Seit Juli 2103 hat die ABO Wind AG, die den Bau eines Windrades am Pferdskopf plant, über einen Windmess-Mast Daten gesammelt. In der kommenden Woche werden die Messgeräte demontiert und der Mast komplett zurückgebaut.

Dass die Windverhältnisse am Pferdskopf noch deutlich besser als erwartet sind, hatte ABO Wind der Gemeinde Schmitten bekanntlich schon vor einem Jahr mitgeteilt. Im August haben die Planer beim Regierungspräsidium Darmstadt dann den Genehmigungsantrag eingereicht. Sie ließen aber die Messungen über den erforderlichen Mindestzeitraum von einem Jahr hinaus weiter laufen, um auf der sicheren Seite zu sein. „Je mehr Daten wir vorliegen haben, desto besser“, sagte ABO Wind-Pressesprecher Alexander Koffka im Gespräch mit der TZ.

Am Dienstag soll nun der Abbau des Messmastes beginnen und die Woche über andauern. Der 125 Meter hohe Mast mit allen darauf installierten Geräten wird nach Informationen von ABO Wind komplett demontiert. „Zur Messung wurden am Mast Anemometer für die Windgeschwindigkeit, Windfahnen für die Windrichtung sowie Sensoren zur Messung der Temperatur, des Luftdrucks sowie der relativen Feuchte eingesetzt“, erläuterte Koffka. Der Mast werde vollständig zurückgebaut, sicherte er zu und ergänzte auf Anfrage: „Die Fundamente werden demontiert. Es bleibt also nichts übrig. Die Fläche wird bald wieder so aussehen wie vor dem Aufbau des Mastes.“ Der Mast soll dann an einem anderen Standort für Messungen in anderen Projekten wieder errichtet werden.

Am Pferdskopf decke sich der Standort des Windmastes nicht mit dem Standort der geplanten Anlage, teilte Koffka weiter mit. Um den Eingriff so gering wie möglich zu halten, sei der Mast daher auf einer Waldlichtung errichtet worden. Das Mastfundament bezifferte Koffka auf etwa zwei Meter mal zwei Meter. Die Stahlseile zur Stabilisierung des Mastes seien in drei Richtungen verspannt und etwa 70 Meter vom Mast mit eingegrabenen Stahlplatten verankert. Dafür seien Rodungen notwendig gewesen, die man in Absprache mit den Naturschutzbehörden ausgeglichen habe.

Neuigkeiten in Bezug auf das Genehmigungsverfahren gibt es laut Koffka noch nicht. Der Antrag liege dem Regierungspräsidium Darmstadt vor. „Wir erhoffen uns eine Genehmigung bis Oktober. Dann beginnt die Rodungsperiode, das heißt, ein früherer Baubeginn wäre ohnehin nicht möglich“, sagte der Pressesprecher. Die Messergebnisse sind aus seiner Sicht vielversprechend, auch wenn sie noch nicht vollständig ausgewertet sind. Die Hauptwindrichtung sei Südwest, die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf Nabenhöhe (140 Meter) betrage rund 7,5 Meter pro Sekunde. „Wir erwarten aktuell eine Produktion von gut zehn Millionen Kilowattstunden Strom in einem durchschnittlichen Windjahr“, schätzt Koffka.

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