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Winfried Book ist Parlamentschef

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Von: Monika Schwarz-Cromm

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Die konstituierende Sitzung der Gemeindevertreter ist eine reine Formalie. Doch im Grävenwiesbacher Parlament ging es selbst dabei nicht langweilig zu. Sorgte doch so mancher Wahlvorschlag dafür, dass die Wahlkabine nicht leer blieb und der Abend sich durch einige geheime Wahlen hinzog.

Alle kamen sie zur Gemeindevertretersitzung, die „Alten“ und die „Neuen“. Schließlich galt es am Dienstag, das Parlament nach der Kommunalwahl neu zu besetzen. Und das bedeutete jede Menge Wahlen.

Elisabeth Dierker (Grüne) übernahm als ältestes Mitglied der Gemeindevertretung zunächst die Sitzungsleitung, bis ein neuer Parlamentschef gewählt war.

Als erste Amtshandlung galt es, einen Parlamentschef vorzuschlagen. Diese Aufgabe übernahm Heinz Radu (FWG) als Vertreter der neuen Mehrheitskoalition von FWG und CDU und schlug Winfried Book (CDU) vor.

Bei Enthaltung des Betroffenen zeigten sich alle Gemeindevertreter mit diesem Vorschlag einverstanden. So erhielt er 21 Stimmen der zu dieser Zeit anwesenden 22 Parlamentarier. Schon konnte Elisabeth Dierker die Sitzungsleitung an Book abgeben.

Nun galt es, die Stellvertreter des Parlamentschefs zu benennen, was wegen der Vielzahl der Vorschläge geheim zu wählen war. Sechs Stimmen entfielen dabei auf Ulrich Ott (FWG), sechs Stimmen auf Dietrich Bube (CDU), drei auf Eike von der Heyden (SPD), drei auf Sybille Haas (Grüne), drei auf Karin Klimt (UB) und eine auf Laurenz Fangmann (UB). Letzterer fiel damit durch das Raster. Denn nur die fünf Bewerber mit den meisten Stimmen konnten berücksichtigt werden.

Winfried Book stellte amüsiert fest, dass er sich nun ruhig mal eine Auszeit nehmen dürfe. „Es sind genug Vertreter da“, sagte er. Die Reihenfolge der Vertretung wurde aufsteigend mit von der Heyden, Ott, Klimt, Haas und Bube festgelegt.

Doch das war ja erst der Anfang des umfangreichen Wahlmarathons, der mit dem Posten des Schriftführers fortgeführt werden musste. Künftig wird, wie schon in den Jahren zuvor, Heiko Bullmann von der Gemeindeverwaltung die Sitzungen der Vertretung als Schriftführer begleiten. Vertreterinnen sind Irina Klum und Daniela Sorg.

Und wer vertritt Grävenwiesbach bei der Verbandskammer des Regionalverbandes Frankfurt Rhein Main? Heinz Radu schlug Bürgermeister Roland Seel (CDU) vor, Karin Klimt Laurenz Fangmann (UB). Zwei Kandidaten, das bedeutete erneut geheime Wahl, aus der Roland Seel mit 17 Stimmen gegen sechs für Laurenz Fangmann als Sieger hervorging. Inzwischen stimmte auch Michaela Krüger (FWG) mit, weswegen 23 Stimmberechtigte anwesend waren.

Zum ersten Stellvertreter wurden Tobias Stahl (CDU) gewählt, der 15 Stimmen erhielt, im Gegensatz zu Sybille Haas (Grüne), die ebenfalls vorgeschlagen wurde, aber nur acht Stimmen erhielt. Der zweite Stellvertreter wurde Dietrich Bube.

Der Vertreter der Gemeinde Grävenwiesbach bei der Verbandskammer ekom21-KGRZ (Kommunales Gebietsrechenzentrum Hessen) wurde Heiko Bullmann von der Gemeindeverwaltung. Allerdings gab es zuvor Diskussionen. Sybille Haas hatte Christian Tramnitz wegen seines diesbezüglichen Wissens vorgeschlagen, was Tobias Stahl aber infrage stellte.

Warum? „Der Vertreter der Verbandskammer sollte täglich mit der Materie zu tun haben, muss also ein Vertreter der Gemeindeverwaltung sein“, mahnte Stahl an. Bullmanns Stellvertreter wurde Frank Schmitz, ebenfalls Mitglied der Gemeindeverwaltung.

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