Zauberhafte Flötenklänge

Flautando Köln will seinen Zuhörern zeigen, dass die Blockflöte mehr ist als nur ein Einsteigerinstrument. Das Ensemble entlockt dem Instrument eine mannigfaltige Palette an Klängen.

Von Tatjana Seibt

Die Blockflöte gilt auch heute noch als Einsteigerinstrument. Nicht bei jedem entwickelt sich darüber hinaus eine besondere Zuneigung. Doch dem Quartett Flautando Köln – bestehend aus Susanne Hochscheid, Katrin Krauß, Kerstin de Witt und Ursula Thelen – gelingt es, diesem Instrument die zauberhaftesten Töne und Melodien zu entlocken.

Vor zwei Wochen feierte das Quartett sein 25-jähriges Bestehen. Seit einem Vierteljahrhundert betören die Frauen also ihr Publikum auf den großen Bühnen in Europa und Asien. Nun ist Flautando Köln zu Gast in Usingen. In der katholischen St. Laurentiuskirche bietet das Blockflöten-Ensemble am Freitag, 3. Juli, ab 20 Uhr ein Kaleidoskop an Stücken und führt seine Zuhörer durch die Musikgeschichte.

Wer vermutet, dass man mit der Flöte bloß simple Unterhaltungsmusik produzieren kann, dem hat Thelen nur eins zu entgegnen: „Wir freuen uns immer, unser Publikum zu überraschen.“ Fest steht: Die Frauen werden den Gästen zeigen, dass eine Flöte eben nicht nur eine Flöte ist. Sie kommen immerhin mit rund 40 Variationen des Holzblasinstrumentes nach Usingen, von denen die kleinsten wenige Zentimeter lang sind und der Subbass etwa zwei Meter misst. Dabei beherrscht jede Musikerin alle Instrumente, die je nach Beschaffenheit unterschiedliche Herausforderungen in Griff und Aufbau bieten. Hin und wieder legt Thelen ihr Instrument aber auch einfach beiseite, um die Melodien mit ihrem Gesang anzureichern.

Das musikalische Spektrum an Stücken reicht vom Mittelalter – der mystischen Zeit, in der auch die Spielmannsleute unterwegs waren – bis hinein in die Neuzeit. „Es sind auch einige Werke dabei, die man mit der Blockflöte gar nicht in Verbindung bringen würde“, erklärt Thelen. „Die Originalliteratur hat keinen so großen Umfang, deswegen haben wir Stücke für uns neu arrangiert.“ Denen drücken die Flautando-Frauen einen sensationellen Stempel auf.

Wer sie live erleben möchte, kann das nicht nur auf dem Allegro-Konzert. Denn das Quartett reist nicht direkt wieder ab. Einen Tag später, am Samstag, 4. Juli, ab 15 Uhr sorgt es mit einem Konzert für Kinder in der Mensa der Christian-Wirth-Schule für gute Stimmung.

Während der Aufführung reisen die Kinder musikalisch mit Julius dem Flötenspieler durch die Zeitgeschichte, in der sie verschiedenen Persönlichkeiten begegnen. In Kostüm und Maske werden die kleinen Gäste musikalisch mitgenommen und müssen dabei alles andere als still sitzen.

Seit zehn Jahren gehört das selbst entwickelte Stück zum Programm des international bekannten Flötenensembles und verspricht ein ebenso musikalischer Leckerbissen zu werden wie das Konzert für die Erwachsenen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare