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Auf Zeitreise mit Koala-Dino und tiefgefrorenem Schlumpf

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Von: Gerrit Mai

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Die Ferienspiele sind gestartet, die erste Woche ist vorbei. Dieses Jahr gibt es für die jungen Wehrheimer Aktivitäten, die sie daheim garantiert noch nie unternommen haben. Da wird sogar ein Bär zum Aushilfs-Dino.

Nein, wie ein Dinosaurier sah das dicke graue Pelztier, das da in der Mitte der Sporthalle auf einem Kasten sitzt, nicht aus. „Wir haben kein Dino-Kuscheltier gefunden, da haben wir einen Koala-Bären genommen, die sind ja auch ganz doll gefährdet“, erklären die Ferienspielkinder. Deshalb wurde der Koala anstelle des Dinos vor den imaginären Jägern, die es auf ihn abgesehen hatten, gerettet.

Allerdings war der Schutz nicht von langer Dauer, denn hinter der Trennwand war eine weitere Ferienspielgruppe auf der Jagd nach Dinosauriern, und jedes Kind hatte – geführt von einem anderen – die Aufgabe, sie mit verbundenen Augen und einer Schwimmnudel vom Sockel, also einem Eimer, zu stürzen. Auf denen saßen kleine Pseudo-Dinos: Tyrannosaurus Rex, Brontosaurus, Triceratops oder Velociraptor als Gummitiere. Die waren schnell weggefegt, und wie die anderen Spiele, die nach dem Kennenlernen am ersten Tag angesagt waren, gehört es zum Programm des Jugendpflegers, die Gemeinschaft und das soziale Verhalten zu fördern.

Etwa indem die Kinder mit den Händen gemeinsam einen Eisklumpen zum Schmelzen bringen, um einen darin eingefrorenen Schlumpf zu befreien, oder sich vor dem Treffer durch einen an der Leine fliegenden Eisklumpen zu retten. Die 53 Kinder des ersten Durchgangs der Ferienspiele sind zwischen 10 und 14 Jahre alt, in acht Gruppen aufgeteilt und werden von 12 Teamern betreut. Sie unternehmen in den beiden Wochen eine Reise durch die Zeit. Die begann mit der Eiszeit, und führte über Antike, Wikingerzeit und Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert und danach in Gegenwart und Zukunft.

Sie basteln mit Leder, Perlen und mit Fimo, lernen in Workshops tanzen und jonglieren, spielen Fußball oder machen Musik. „Da ist für jeden etwas dabei“, ist Jugendpfleger Gunther Gräfe sicher. Zu den Wikingern passe die Kanufahrt auf der Lahn, das Bobbycar-Rennen kann dem Beginn der Automobilität zugeordnet werden. Ohne Schwimmbad-Besuche und einen Tag in der Lochmühle geht es jedoch nicht, und der dreitägige Abschluss in der Jugendherberge Hildegardishof in Waldernbach ist ein absolutes Muss jeder Ferienspielzeit.

Doch davor steht am Dienstag, 4. August, das Elternfest, bei dem die Kinder vorführen, was sie spielerisch gelernt und gebastelt haben. Los geht’s um 15 Uhr in der Mensa der Limesschule.

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