Königsschießen

Das Ziel fest anvisiert

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Wenn sich die Hubertus-Schützen zum Königsschießen treffen, ist das ein kleines Familienfest. Denn die Schützenfamilie hält fest zusammen.

Die Schützenschwestern und Schützenbrüder des Schützenvereins Hubertus mussten am Samstag einen langen Atem beweisen. Erst um 0.30 Uhr durften sie feiern. So spät stand erst fest, dass Ralf Kitschmann ihr neuer Schützenkönig ist.

Um den Vogel abschießen zu können, war emsige und zielgenaue Vorarbeit nötig. Die 14 Schützen, die am Königsschießen teilnahmen, gaben ihr Bestes. Endlich fiel der erste Flügel. Joachim Heinisch schaffte es, den Schuss so anzusetzen, dass das Holz hinter dem Vogel zerbarst. Er wurde erster Ritter. Nun ging es an den zweiten Flügel, den sich schließlich Oliver Sorg holte und damit auch den Titel des zweiten Ritters. Als dann Ralf Kitschmann den Vogel abschoss, brandete Jubel auf. Die Anspannung bahnte sich ihren Weg und machte jedoch bei einigen Platz für ein wenig Enttäuschung. Denn wer wäre nicht gerne König für ein Jahr? Doch die Hubertus-Schützenfamilie freute sich letztlich doch mit dem Sieger.

Zehn Meter ist der Schießstand im Gemündener Schützenhaus lang. Mit dem Luftgewehr wurde auf einen Vogel geschossen, der in jedem Jahr liebevoll von Klaus Rühl aus Holz gefertigt wird. Er solle nicht immer so dickes Holz verwenden, forderten ihn die Schützen schmunzelnd auf. Doch da ließ Klaus Rühl nicht mit sich spaßen.

Vorsitzender Gerd Hasselbächer bedauerte, dass dieses Königsschießen das erste ohne eine Jugendmannschaft sei. „Uns fehlt einfach der Nachwuchs“, sagte er. Dreimal war er selbst schon Schützenkönig und durfte zu besonderen Anlässen die Königskette umlegen. Sonst habe der Schützenkönig keine großartigen Pflichten. Doch eine gibt es: Er gibt natürlich für die ganze Truppe ein Gläschen aus, um gemeinsam auf den Sieg anzustoßen.

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