Sitzung des Ortsbeirats

Zoff um Platz und Feste, Einigkeit beim Carport

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Der neue Dorfplatz ist fertig. Es fehlen nur noch die Bänke und wenige Pflasterarbeiten. Was auf viele schön und einladend wirkt, erfreut längst nicht jeden in Oberlauken . . . Bei einem Grundstücksgeschäft mit kuriosen Rahmenbedingungen gab’s dafür eine schnelle Einigung.

Meist geht es im Oberlaukener Ortsbeirat friedlich zu. Vier von fünf Ortsbeiräten waren diesmal anwesend, also konnte beschlossen werden. Beispielsweise, dass ein Oberlaukener einen kleinen, bislang kommunalen Grundstücksstreifen im Bereich „An den Gärten“ kaufen darf.

Auf dem benachbarten Stück Land, das jüngst den Besitzer gewechselt hatte, steht ein Carport, und das schon seit vielen Jahren. Beim Grundstücksgeschäft war dann aber aufgefallen, dass der sieben Meter breite und fünf Meter tiefe Autoabstellplatz gar nicht komplett auf dem Privatgelände steht, sondern auch auf 1,5 Meter Tiefe kommunalen Grund und Boden beansprucht.

Diese Situation sollte nun bereinigt werden. Doch weil die Situation – gefühlt – immer schon so war, wie sie jetzt ist und das auch niemanden groß störte, wird es statt eines Abrisses einen Besitzerwechsel für die Mini-Fläche geben.

Den Carport abreißen? Nein, da hatte der Ortsbeirat ein Einsehen und keine Einwände gegen ein Grundstücksgeschäft. Allerdings nur, wenn gesichert sei, dass die Gemeinde an den Kanal kommt, sollte dies nötig sein. Das versprach der Grundstücksbesitzer, der sich zudem verpflichtete, das Grundstück am Bachstreifen neben seinem Grundstück, das der Gemeinde gehört, zu pflegen. Gleich nebenan steht übrigens auch ein Stromkasten, der in diesem Bereich gar nicht stehen dürfte. . . . Trotzdem: Alles gut.

Genau wie im Schlachthaus, wo es jetzt anstelle des bisherigen alten Holzkessels einen neuen elektrischen gibt, wie Ortsvorsteher Karl-Heinz Mankel (FWG) verkündete. Auch gut sind die Bänke samt Lümmelbalken für die Jugend, die am inzwischen umgestalteten Dorfplatz installiert werden sollen. Ebenfalls gut ist das Pflaster, das dort wo sich der Gastank befindet, eingeplant ist und das je zur Hälfte von der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft finanziert wird. Das war’s dann aber auch schon mit den guten Sachen.

Denn gar nicht gut seien die bereits erledigten und vom Bauamt abgenommenen Pflasterarbeiten, bemängelte einer der Oberlaukener, selbst Fachmann auf diesem Gebiet. Doch das wollte der Ortsvorsteher so nicht stehen lassen und distanzierte sich von der Kritik. Mankel schlug vor, der Bürger solle selbst mit dem Bauamtsleiter Kontakt aufnehmen und seine Beschwerden vorbringen. Genau das erzürnte den Bürger, weil er den Ortsvorsteher dabei in die Pflicht nehmen wollte. Und noch etwas war nicht gut: Die Tatsache, dass die Ortsbeiratsmitglieder nicht im Vorfeld über die vor kurzem stattgefundene Auto-Rallye informiert worden waren. Erster Beigeordneter Peter Michel (FWG) empfahl dem Ortsbeirat, diesbezüglich alle Beschwerden aufzunehmen und schriftlich an die Gemeinde weiterzureichen. Es sei noch nicht alles weggeräumt und die Wege müssten wieder in Ordnung gebracht werden, lautete die Kritik. Bisher sei nichts geschehen, kritisierte Karl-Heinz Mankel. Da lag aber ein weiterer wichtiger Punkt auf des Ortsvorstehers Seele. Was wird aus dem Backesfest? Es gebe nämlich viel zu wenige Helfer, mahnte er. Immer am dritten Septemberwochenende feiern die Oberlaukener das Backesfest. Und immer am dritten Wochenende im März feiern sie ihr Schlachtfest. „Bei beiden Veranstaltungen brauchen wir wesentlich mehr Helfer, sonst müssen wir alles absagen“, erklärte Mankel. Die Kritik einer Bürgerin, die Suche nach ehrenamtlichen Helfern müsse größer publiziert werden, stieß bei Mankel aber auf Ablehnung. „Wer mithelfen will, weiß, wo er sich melden soll und kommt zu uns.“

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