Felix Lubinus (von links), Lothar Erker, Christian Wolf, Markus Keller, Andreas Kunz, Steffen Wernard, Bauhofleiter Dirk Schimmelfennig und Dr. Sabine Preuße präsentieren stolz die neuen Tore, die nun am Schwenkeweiher in Kransberg stehen.
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Felix Lubinus (von links), Lothar Erker, Christian Wolf, Markus Keller, Andreas Kunz, Steffen Wernard, Bauhofleiter Dirk Schimmelfennig und Dr. Sabine Preuße präsentieren stolz die neuen Tore, die nun am Schwenkeweiher in Kransberg stehen.

Kransberg

Zwei Tore für den Schwenkeweiher in Kransberg

  • Nina Fachinger
    VonNina Fachinger
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Vier Unternehmer spenden Geld an die IG Kransberg - Interessengemeinschaft hat viele Pläne für das Grundstück am Waldrand

Kransberg -Der Schwenkeweiher in Kransberg soll zu einer Begegnungsstätte für Jung und Alt werden. Und zu einem Ort, der auch für Touristen, wie etwa Mountainbiker, attraktiv ist, liegt er doch direkt an Rad- und Wanderwegen unmittelbar am Waldrand. Diese Ziele hat sich die Interessengemeinschaft (IG) Kransberg gesetzt, die sich vor rund einem Jahr gegründet hat und eine Art Ortsbeirat-Ersatzfunktion einnimmt. Der erste Schritt in Richtung Freizeitplatz Schwenkeweiher wurde am Dienstag gegangen: Der Platz hat jetzt zwei neue Fußballtore, die durch Spenden finanziert wurden. "Die Tore haben 1200 Euro gekostet, die Netze hat die Stadt bezahlt, und ich spende noch einen Ball", sagte Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) und kickte den Ball zu Markus Keller - der Initiator der IG fing ihn ohne Schwierigkeiten.

Michaela und Christian Wolf ("Unterkunft 4 You"), Andreas Kunz ("Rent a Tool"), Lothar Erker (Technische Kunststoffteile) und Dr. Sabine Preuße ("RaumZeit - Coaching, Beratung, Training) haben die Tore gespendet, und so gibt es auf dem Freizeitplatz zum ersten mal seit rund fünf Jahren und der Entfernung maroder Holztore wieder Fußballtore.

115 der 770 Einwohner von Kransberg sind in der Whatsapp-Gruppe der IG, "da hängen aber oft ganze Familien dran", betonte Keller. Daher ist die Zahl vermutlich noch um einiges höher. Da es in Kransberg ein Oberdorf und ein Unterdorf gibt, will die IG in jedem Dorfteil einen Briefkasten aufhängen - doch die älteren Menschen erreicht man auch jetzt schon, ohne Einwurfschlitz, sagte Keller. "Das ist uns ganz wichtig."

Das Motto der IG laute "Wer kann was?" - in Anspielung an das soziale Netzwerk "Wer kennt wen?" Nach dem letzten Treffen Anfang Juli haben sich mehrere Arbeitsgruppen herausgebildet, weitere sollen folgen. Denn der Erfolg aller Vorhaben stehe und falle mit der "Manpower".

Aktionen in diesem und nächstem Monat

In diesem Jahr sind noch drei Aktionen fest geplant. Ende September wird das Geländer am Mühlweg im Rahmen der Dorfverschönerung gereinigt. Im Oktober gibt es eine Müllsammelaktion rund um Kransberg. Und auch um die kleinen Setzlinge, die die IG gepflanzt hat, will man sich kümmern. "Und auch an anderen Forst-Arbeiten werden wir uns beteiligen", so Keller.

Kransberg war der erste Stadtteil, der die 40-Prozent-Marke für den Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser erreicht hatte, und damit geht es auch in Kransberg mit dem Ausbau los. Ein genaues Datum konnte Wernard noch nicht nennen. Doch klar ist schon, dass am Schwenkeweiher ein "Point of Presence" (kurz PoP) aufgestellt wird. Der PoP ist ein 3 Meter mal 2,5 Meter großes Modul und bildet das Herzstück einer Glasfaserverkabelung. IG-Mitinitiator Christian Wolf fragte den Bürgermeister, ob es möglich ist bei den Bauarbeiten ein weiteres Leerrohr bis zur Hauptstraße in die Erde zu legen. Durch dieses könnte später etwa ein Stromkabel geführt werden, um den Platz zu beleuchten. Noch ist der Freizeitplatz, der aus dem Wiesengrundstück mit Pfarrlinde im unteren Bereich und dem gepflasterten Platz im oberen Bereich besteht, nachts dunkel.

Bereich zum Verweilen und für den Sport

Keller verriet, wie der Schwenkeweiher künftig gestaltet werden soll: Zwei Sitzgruppen an der Pfarrlinde, eine Infotafel, ein Kräutergarten und auch eine Wassertretanlage im angrenzenden Bach sind vorstellbar. Sport- und Freizeitplatz und Sitzgruppen-Wiese könnte man mit einer Treppe verbinden. Ersterer soll ein Schachbrett erhalten. Aber natürlich stehen und fallen alle Pläne mit der Umsetzbarkeit: "Wir wollen möglichst wenige Fehler machen, aber die Tore sind der Auftakt", sagte Keller. Daher werde immer genau darauf geachtet, alle Akteure einzubinden. "Die Kommunikation mit der Stadt läuft hervorragend."

Eine der Arbeitsgruppen beschäftigt sich mit dem Thema Beschilderung Kransbergs, berichtete Wolf und habe auch schon einige Pläne. Die Gruppe entwerfe Schilder für Rundwege, die dann mit der Stadt abgestimmt würden. "Wir haben zum Schloss eine 300 Jahre alte Hainbuchenallee, aber dazu findet man keine Infoschilder", sagte Wolf. Das Ziel der IG sei: Besuchern Kransbergs etwas bieten. nni

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