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Zwiebel-Look wird wieder salonfähig

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Von: Christina Jung

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Maria Schröttner (rechts) mit ihrem Team auf dem Wochenmarkt in Usingen. Die Gemüsehändlerin setzt auf Zwiebel-Look und ein geschlossenes Zelt im Winter, um die Kälte abzufedern.
Maria Schröttner (rechts) mit ihrem Team auf dem Wochenmarkt in Usingen. Die Gemüsehändlerin setzt auf Zwiebel-Look und ein geschlossenes Zelt im Winter, um die Kälte abzufedern. © CHRISTINA JUNG

Umfrage auf dem Usinger Wochenmarkt: Wie soll im Winter Energie gespart werden?

Usinger Land -Kühl und regnerisch ist es an diesem Freitagvormittag. Der Wochenmarkt wird dennoch eifrig frequentiert, aber mit Regenjacke und hochgezogenen Schultern. Ein kleiner Vorgeschmack auf den Winter? Dann am besten schnell nach Hause in die eigenen vier Wände, wo es warm und kuschelig ist. Wird es das sein? Die Bundesregierung mahnt die Bürger, Energie zu sparen. Das betrifft Öl, Gas, Strom und natürlich auch andere Ressourcen. Wir haben auf dem Alten Marktplatz einige Kunden und Geschäftsleute gefragt, wie sie sich auf den Winter mit Blick auf die Energiekosten vorbereiten.

„Wir heizen noch nicht“, so die knappe, aber freundliche Auskunft von Marco Specht und Grit Grauert, die mit ihren Hunden zum Einkauf gekommen sind. Aber wenn es kalt wird, wird natürlich geheizt. Wie hoch die Temperatur dann sein wird, wissen sie noch nicht. Ihre Hunde haben ausreichend Decken, so die Information. Für die Vierbeiner muss also kein Heizkissen angeschafft werden.

„Wir haben schon immer versucht, Energie einzusparen“, verrät Bianca Hille aus Eschbach. Denn die Umwelt liegt ihr am Herzen. Deshalb hat man Energiesparlampen im ganzen Haus. Aber sicherheitshalber hat ihr Mann nochmals Holz für den Winter geordert, denn sie haben einen Kamin. Der beheizt allerdings nicht alle Räume, sondern nur das Wohnzimmer.

Die richtigen Räume erwärmen

„Wir haben die Fenster neu machen lassen“, berichtet Ingrid Sauer aus Wernborn. Sie will zudem auf das richtige Lüften achten. Früher habe man den ganzen Tag die Fenster offen gelassen. Jetzt setzt sie auf Stoßlüften und will so auch einer möglichen Schimmelbildung vorbeugen. Dass Energie gespart werden muss, sieht sie ein.

Nein, er habe ausreichend Pullover, sagt Horst Wolf aus Usingen. Bei ihm wird mit Öl geheizt, und die Umlagen seien schon drastisch erhöht worden. Deshalb setzt die Familie darauf, nur in den Räumen zu heizen, die tatsächlich benutzt werden. „Das Wohnzimmer, die Küche und das Bad. Das muss alles warm sein“, betont er. Die anderen Räume wie Schlafzimmer oder Arbeitszimmer werden nicht beheizt werden.

Am Gemüsestand ist zu erfahren, dass man im Winter das Zelt wieder schließen werde, so dass die Kälte abgehalten werden kann. Außerdem will man mit dem berühmten Zwiebel-Look, also dem Tragen von mehreren Kleidungsstücken übereinander, den Unbilden des Wetters Einhalt gebieten. Aber man müsse sparen, das sei einfach wichtig, so Maria Schröttner.

Apotheke: Kaum Einsparpotenzial

Wo er einsparen könnte, weiß Apotheker Martin Brehm von der Amtsapotheke nicht so genau. „Licht ist wichtig für die Außenwirkung“, so seine Information. Das habe schon der Großvater gepredigt.

Die Kühlschränke und andere elektrische Geräte müssten betrieben werden, weil sonst wichtige Arzneimittel verderben könnten. Natürlich würde sein Team unter der Arbeitskleidung noch ein weiteres Shirt tragen, „aber so richtig Einsparpotenzial sehe ich in der Apotheke nicht“.

Roswitha Sarris aus den Weingärten in Usingen hat auch Energiesparlampen im Haus und hofft, dass der Winter nicht zu hart werden wird. Sie dreht die Heizung beizeiten runter und spart so auch den einen oder anderen Euro ein.

Dass Energie eingespart werden muss, darin waren sich alle Befragten einig. Jeder hat da so seine ganz eigene Vorstellung. Neue Fenster oder das Abdichten der Fenster, das richtige Lüften wegen der Gefahr durch Schimmelbildung, ein zweiter Pullover oder eine warme Decke tun ein Übriges, um Energie zu sparen. Wichtige Tipps zu diesem mehr denn je aktuellen Thema gibt es auch im Internet oder über die Verbraucherzentralen. VON CHRISTINA JUNG

Ingrid Sauer aus Wernborn hat in ihrem Haus die Fenster neu machen lassen, um Energie zu sparen. Sie ist der Meinung, dass Energiesparen sehr wichtig ist.
Ingrid Sauer aus Wernborn hat in ihrem Haus die Fenster neu machen lassen, um Energie zu sparen. Sie ist der Meinung, dass Energiesparen sehr wichtig ist. © CHRISTINA JUNG

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