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UA-Wochensplitter: Brandschützer im Dauereinsatz

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Von: Henning Schenckenberg

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Es hat leider schon fast apokalyptische Züge. Am Donnerstag brennt auf dem Sandplacken der Wald und die Feuerwehr kann nur mit vollem Einsatz Schlimmeres verhindern. Am Freitag fängt kurz vor Grävenwiesbach ein Mähdrescher Feuer, kurze Zeit später steht das ihn umgebende Getreidefeld lichterloh in Flammen und die Feuermehrmänner geraten durch wechselnde Winde phasenweise selber in größte Gefahr.

Das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle, da kommt es in Westerfeld zu einem Dachstuhlbrand. Die Brandschützer sind momentan im Dauereinsatz - bei fast 40 Grad (und zwar ohne Feuer). ¿Dafür muss man ihnen in erster Linie einmal riesengroßen Respekt zollen. Umso unglaublicher erscheint da die Geschichte über einen gedankenlosen Raucher, der seine Kippe achtlos in den Wald geworfen hat, von einem Neu-Anspacher Wanderer zur Rechenschaft gezogen worden ist und sich dann - so berichtet es zumindest der Wanderer - auch noch uneinsichtig gezeigt hat. ¿Da ist dann doch mal die Frage gestattet: Wie komplett verrückt muss man eigentlich sein, bei dieser Trockenheit im Wald seine brennende Zigarette wegzuwerfen? Und wie viel Arroganz gehört dazu, einen entsprechenden Hinweis des Wanderers (der die Zigarette dann zum Glück ausgetreten hat) mit den Worten "Ist ja nur Tabak" zu kontern. Zum Glück ist in diesem Falle nichts passiert. Wäre der Wanderer nicht vor Ort gewesen, hätte vielleicht ein weiteres Mal der Wald gebrannt.¿Zu diesem Thema passt leider, dass das Wasser auch langsam knapper wird. Wenngleich die Experten im Usinger Land noch weit davon entfernt sind, den Wassernotstand auszurufen. Ziemlich interessant ist in diesem Kontext, dass der damalige Landrat Jürgen Banzer bereits im Winter 1991 Alarm geschlagen hat. Damals hatte es einen niederschlagsfreien Herbst und auch einen relativ schneelosen Winter gegeben. Der Hochtaunuskreis sei daher auf dem besten Wege, zu einem ganzjährigen Wassernotstandsgebiet zu werden. Sein damaliger Lösungsvorschlag: Die Kommunen sollten auf die Ausweisung neuer Baugebiete verzichten. "Wie missbrauchen unsere Fürsorgepflicht, wenn wir noch mehr Menschen hierher ziehen lassen, obwohl wir wissen, dass sie in Zukunft nicht genug Wasser haben werden", sagte er im Usinger Anzeiger.¿Ganz so schlimm ist es bisher ja zum Glück nicht gekommen. Aber sparsam sollten wir mit dem Wasser schon umgehen - vielleicht ist ein kühles Bad im Pool (so verlockend es auch ist), derzeit nicht die beste Idee.¿Immerhin, liebe Leserinnen und Leser: Am Wochenende soll es regnen. Gott sei Dank!

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