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UA-Wochensplitter: Weihnachtliches Flair

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Von: Henning Schenckenberg

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Ein weiteres Mal hat es Neu-Anspach in die (negativen) Schlagzeilen geschafft - aber dieses Mal konnte die Stadt beim besten Willen nichts dafür. In der Toilette des Schnellrestaurants McDonalds wurde nämlich bereits in der vergangenen Woche ein toter Handwerker gefunden - offenbar lag der Mann die ganze Nacht dort.

Und niemand hatte etwas bemerkt.Abgesehen von der menschlichen Tragödie, die natürlich im Vordergrund steht, ist das auch ein gewaltiges Debakel für das Unternehmen. Wie kann es passieren, dass von den Angestellten weder der Letzte, der das Schenllrestaurant in der Nacht verlässt, noch der Erste, der am Morgen die Räumlichkeiten wieder betritt, etwas merkt? Das wirft kein gutes Licht auf die hygienischen Zustände in der Neu-Anspacher Filiale - wenngleich die Konzernleitung natürlich sofort versichert hat, alle Standards seien eingehalten worden.Auf den digitalen Kanälen des Usinger Anzeigers herrschte jedenfalls Konsens. Einen allzu zeitnahen Besuch in dem Schnellrestaurant haben die meisten derzeit nicht geplant.Bleiben wir in Neu-Anspach. Aufgrund des schlimmen Zustandes des Waldes hat sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, auf zentralen Stadtgebieten keine Weihnachtsbäume aufzustellen, die aus dem Neu-Anspacher Forst stammen. Dort mussten schließlich schon genug Bäume gefällt werden. Ohne Zweifel eine gute Entscheidung. Allerdings will die Stadt in Zeiten leerer Kassen auch keine Bäume aus Plantagen aufstellen. Fällt Weihnachten also in diesem Jahr in der Kleeblattstadt aus? Nicht ganz, denn zumindest vor der evangelischen Kirche im Ortskern und in der Breitestraße vor der Volksbank sind nun doch stattliche Bäume zu bewundern. Drei Neu-Anspacher Unternehmen, Hellos Modehaus, Elektro Datz und das Schuhhaus Weidner, haben in die Tasche gegriffen und die Bäume finanziert. Und diese stammen natürlich ebenfalls nicht aus dem Forst, sondern aus einer Westerfelder Plantage.Dass aus der schlimmen Situation in den heimischen Wäldern aber auch etwas sehr Schönes entstehen kann, hat der Wehrheimer Forstwirt Simon Fischbach bewiesen. Er hat nämlich aus dem vielen Holz, das nach dem ruinösen Wirken des Borkenkäfers überall am Wegesrand liegt, kleine Kunstwerke geschaffen. Wer in den letzten Tagen etwa in den Wäldern um Pfaffenwiesbach unterwegs gewesen ist, dem dürfte vielleicht die hölzerne Eule oder der kleine Bär aufgefallen sein. Die schönen Arbeiten lenken uns ein bisschen vom traurigen Kahlschlag ab, sollten unseren Blick auf die Umweltschäden aber nicht vernebeln.Bereits am gestrigen Freitag, liebe Leserinnen und Leser, wurde der Usinger Weihnachtsmarkt eröffnet. Am Wochenende finden in unserer Region aber auch noch eine ganze Menge weiterer Advents- oder Weihnachtsmärkte statt. Bestimmt ist da auch der eine oder andere für Sie dabei. Ein Besuch lohnt sich sicher. Weihnachten steht vor der Tür.

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