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Vereinsleben aktivieren und Mitglieder gewinnen

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Leo Schneider, Erhard Buhlmann, Erna Göttl, Manfred Nöll, Erich Bäppler, Siegfried Schwarz und Wilhelm Dörig (von links) werden für langjährige Mitgliedschaft im Förderverein der Feuerwehr Merzhausen geehrt. © Red

Usingen-Merzhausen (evk). Die Pandemie hatte auch den Feuerwehrförderverein Merzhausen voll im Griff. Doch Vorsitzender Holger Solz und sein Stellvertreter Samuel Becker haben Hoffnung, das Vereinsleben nach beziehungsweise mit dem Virus wieder beleben zu können. Damit ließe sich auch dem Mitgliederschwund entgegentreten.

Wie 2020 fanden auch im zweiten Corona-Jahr die traditionellen Veranstaltungen nicht statt. Damit fehlten nicht nur die so wichtigen persönlichen Begegnungen, um neue Fördermitglieder zu gewinnen, sondern auch Einnahmen, um in Ausrüstung der Einsatzabteilung zu investieren. Umzüge und Sterbefälle, darunter auch Ehrenvorsitzender und Ehren-Wehrführer Walter Moses, haben den Förderverein auf 274 Mitglieder schrumpfen lassen. Unabhängig von der Pandemie sei es schwieriger geworden, Neubürger für eine Mitgliedschaft zu gewinnen, hieß es.

Feiern dient auch dem guten Zweck

»Am zu hohen Beitrag von 16 Euro für fördernde und 6 Euro für aktive Mitglieder kann das nicht liegen«, mutmaßte Becker und sagte: »Von unserem Ziel von 300 Mitgliedern sind wir sehr weit entfernt.« Auch der kurzfristig organisierte Dorf-Flohmarkt im September vergangenen Jahres konnte daran nichts ändern. Solz sucht mit dem Vorstand nach Möglichkeiten, damit das öffentliche Auftreten des Fördervereins wieder mehr ins Bewusstsein der Bürge rückt. Ob und unter welchen Bedingungen das traditionelle Frühlingsfest am 1. Mai stattfinden kann, wird von der weiteren Corona-Entwicklung abhängen. Die Planungen laufen bereits.

Auf jeden Fall würde diese Veranstaltung auch der Kasse guttun. Dank höchst willkommener Spenden und Zurückhaltung bei den Ausgaben ist der Förderverein laut Bericht von Kassenwartin Petra Payer derzeit auf Sparkurs für die notwendige Renovierung des Floriansstübchens und einen neuen Mannschaftstransportwagen.

In Sachen Mitgliederschwund meldete sich auch Stadtbrandinspektor Michael Grau zu Wort. »Macht Werbung für das Vereinsleben und für die Wertschätzung der Feuerwehr«, rief er in die Versammlung und erinnerte daran, dass es früher selbstverständlich war, dass jeder Hausbesitzer Mitglied in der Feuerwehr war.

Den langjährigen Mitgliedern, die im würdigen Rahmen geehrt wurden, hätte er das nicht sagen müssen. Sage und schreibe 70 Jahre lang ist Erich Bäppler, der lange Zeit Gerätewart war, der Feuerwehr treu.

Ehre für einen »Kümmerer«

»Er ist ein Merzhäuser Schaffer, Macher und Kümmerer«, lobte der Vorsitzende Bäpplers Engagement nicht nur in der Wehr. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Erhard Buhlmann, Manfred Nöll und Siegfried Schwarz geehrt, für 40 Jahre Leo Schneider, Harald Hanson, Dietmar Nöll, Erna Göttl, Matthias Mohr und Holger Solz und für 25 Jahre Jens Koch und Wilhelm Döring.

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