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Verhaltener Neustart

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Abgespeckter Rahmen: Dennoch gab es viel zu sehen und gefeiert wurde wie in alten Zeiten. © saltenberger

Weniger Betrieb bei den Schlepperfreunden

Neu-Anspach -Normalerweise werden Rasenmäher dazu eingesetzt, den Rasen zu pflegen und kurz zu halten. Wenn die Mini-Traktoren der Schlepperfreunde über das Gras rasen, dann steht dort, wo die Reifen greifen, kein Halm mehr. Schauplatz war die Wiese gleich neben dem Vereinsgelände, wo am Samstag das Rasenmäher-Traktor-Rennen ausgetragen wurde. Sechs Teams traten gegeneinander an und wirbelten mächtig Staub auf. Es galt, so schnell so viele Runden wie möglich zu drehen. 14 Runden waren dabei kein Maßstab, aber wenn die Karre streikt, dann ist nur noch der letzte Platz drin.

Das Schicksal ereilte das Team Moses, die anderen erreichten alle dreistellige Rundenzahlen. Mit 108 gerade über der Hundert das Team Geiersberg 2, das reichte für Platz 5, Geiersberg 1 schaffte 30 mehr, Platz 3, dazwischen schob sich Team Markloff mit 142 Runden. Team Maui Motors fuhr mit 170 Runden auf Platz zwei, und mit sieben Runden mehr und Bestzeit war Team DJ Taunus, alias Datan, nicht zu schlagen.

Am Abend war der Staub verflogen, oder wurde heruntergespült, denn dann war in feucht-fröhlicher Runde Runden drehen auf dem Tanzrasen angesagt, DJ Kalli legte dazu auf. Kein Zelt mit Bühne, wie zu Vor-Corona-Zeiten und Tanzboden, die Schlepperfreunde beließen es diesmal bei zwei kleineren Zelten hinter dem Vereinshaus. Zeltdächer waren also da, aber bei sommerlicher Temperatur saßen viele doch lieber unter freiem Himmel. Trotz des heruntergeschraubten Rahmens, die Stimmung hätte nicht besser sein können: "Wir wollen es jetzt erst wieder langsam ankurbeln", sagte Harald Moses zur Feier-Strategie der Vereinsfreunde. Man sei froh, überhaupt feiern zu können und das Rennen stattfinden zu lassen. Deshalb habe man auch keine große Werbung für das Fest gemacht, sondern sich auf die Mundpropaganda verlassen. Das hat funktioniert. Rund 250 Gäste waren da, schätzte der Vorsitzende. Viel jungen Leute zwischen 25 und 40 Jahren seien es gewesen, und Moses dankte den Handballern, die den Schlepperfreunden an der Theke geholfen haben. "Das ist in Neu-Anspach so Brauch, das jeder jedem hilft."

Der reduzierte Rahmen wirkte sich auch auf den Sonntag aus, ein paar weniger Schlepper als gewohnt fuhren am Vereinsheim auf, aber auch das bereitete den Schlepperfreunden keine Bauchschmerzen.

Diejenigen, denen die Mundpropaganda zu Ohren gekommen war, waren da und für die gleichfalls auf diese Weise informierten Besucher galt das Gleiche. Familien mit Kindern, der Opa mit dem Enkel auf den Schultern, inspizierten die Traktoren älteren und jüngeren Baujahrs.

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