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Emilia (1 Jahr, von links) wurde von ihre Mama Ywona Weihrauch aus Frankfurt warm auf dem Schlitten eingepackt, ihr Bruder Artur hat am Feldberg einen Schneemann gebaut.

Hochtaunus

Viel Schnee pünktlich zum Winteranfang

Viele Familien und Paare aus dem Rhein-Main-Gebiet zieht es in den Taunus. Kinder mit Schlitten und sogar auf Skiern am Großen Feldberg unterwegs.

Hochtaunus -Angekündigt war er, der erste Schnee in diesem Winter. Ob die Vorhersage auch eintritt, bleibt allzu oft abzuwarten bis zum Schluss. Doch pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember fielen in der Nacht auf Dienstag um 2.30 Uhr auch in den unteren Lagen im Taunus die ersten Flocken. Dort taute die weiße Pracht im Laufe des Vormittages bereits wieder weg. Aber auf dem Großen Feldberg kamen zumindest dir jüngsten Rodelfans auf ihre Kosten.

"Wir haben in der Näher von Groß-Gerau keine hohen Berge", meinte Sebastiano Morici. Mit seiner Frau Kanyarat und Tochter Elisa und ließ er eine der neumodischen Schneeflitzer, die aussehen, wie eine große Kunststoffschüssel, über den kleinen Hang vor dem Spielplatz am Feldberg rutschen. Ihrem Blick nach zu urteilen, war der kleinen Elisa das Ganze nicht unbedingt geheuer. "Aber sie hat ja auch noch nie Schnee gesehen", meinten die Eltern lachend.

Ähnlich ging es der einjährigen Emilia aus Frankfurt. Ihre Mutter Ywona Weihrauch hatte die Kleine auf einem richtigen Schlitten aus Holz warm eingepackt und die kleine Schneekönigin guckte mit großen Augen unterhalb des Gipfelkreuzes in die Runde. Ihr großer Bruder Artur ist erst zwei Jahre alt und hatte im vergangenen Winter nur einmal kurz in Frankfurt Schnee gesehen. Gestern Morgen baute er aber mit seiner Mama wie ein Profi aus drei unterschiedlich großen Kugeln seinen ersten kleinen Schneemann. Für die Arme suchte er heruntergefallene Äste. Im Gesicht modellierte er erst einmal die Augen mit zwei Löchern und machte sich auf Geheiß seiner Mutter auf die Suche nach zwei Steinen.

Kurzausflug einer Oberurseler Schulklasse

Der Lehrer Jens Langhals von der Helen-Keller-Schule aus Oberursel nahm kurzerhand den schuleigenen Kleinbus und packte sieben Schüler aus seiner Klasse ein um mit ihnen einen Vormittag im Schnee zu verbringen. "Im Schnee spielen macht Spaß", meinte Adnan. Ann-Katrin sagte kurz aber trocken: "Es ist schön hier, aber kalt." Zusammen bauten sie einen Schneemann, verpassten ihm für die Augen einfach ein paar trockene Blätter und die Mitschüler Melina und Timo setzten durch, dass der weiße Mann wegen Corona auch eine Maske tragen sollte.

Bis zum Mittag waren trotzt Nebel rund ums Feldberg-Plateau alle Parkplätze belegt und einige Kinder kamen sogar hoffnungsfroh mit Skiern auf den Berg und machten auf wackligen Beinen die ersten Gleitversuche auf dem eher pappigen Schnee. Doch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hielt sich der weiße Belag hier oben noch einigermaßen.

Hunde drehen in der weißen Pracht auf

Auch viele Spaziergänger zog es nach dem ersten Wintereinbruch auf den höchsten Berg. "Wir haben heute Morgen in Frankfurt aus dem Fenster geschaut und haben spontan beschlossen auf den Feldberg zu fahren", verrieten Laura-Isabel Harte und Amir Mansour. Sie packten ihren kleinen Hund Francis in ein schickes dunkelblaues Kapuzenmäntelchen mit goldenen Sternbildern und ließen ihn durch den Schnee tollen. Für die einjährige französische Bulldogge war es sozusagen Neuland mit den Pfoten im Schnee zu versinken. Francis ist nämlich erst ein Jahr alt. Aber auch ältere Vierbeiner verhielten sich in der kalten Pracht wie junge Hunde und konnten gar nicht genug davon bekommen.

Mit der Sicht vom Feldberg stand es gestern nicht zum Besten. Aber dafür gab es den ersten Schnee und man kann eben nicht immer alles haben. Vertraut man auf die Wettervorhersage, wird es am Donnerstag und Freitag wieder schneien. Von Evelyn Kreutz

Laura-Isabel Harte und Amir Mansour aus Frankfurt gehen mit dem einjährigen Francis am Feldberg im Schnee spazieren.

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