1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Viele neue Wohnungen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_usingen_bauaussch_4c
In der Pestalozzistraße, wo derzeit neuer Wohnraum entsteht, wird die Erschließung geändert. © Red

Usingen. Der Ausschuss für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Usingen beschäftigte sich am Dienstagabend in der Hugenottenkirche mit wichtigen Bebauungsplänen - mit schweren Folgen für die Bewohner des Wochenendgebietes im Bereich der verlängerten Michelbacher Straße. Denn dauerhaftes Wohnen soll hier künftig nicht mehr möglich sein.

Damit waren die Ausschussmitglieder fast alle einverstanden. Lediglich die Grünen enthielten sich. Susanne Weinreich (Grüne) gab zu bedenken, dass Käufer im Glauben seien, sie könnten dort dauerhaft wohnen. Was Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) aber mit einem »Die Käufer hätten sich informieren können« vom Tisch wischte. Auch Joachim Saltenberger (FWG) machte sich Sorgen, dass die dort wohnenden Käufer gegen Recht verstoßen. »Wir informieren alle«, erklärte der Rathauschef daraufhin.

Zur Erinnerung: Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich bereits im Mai 2016 mit dieser Problematik befasst. Wernard erinnerte an die 40 Wochenendhäuser und zehn Wohnhäuser aus den 1970er Jahren, die als Wochenendgebiet konzipiert waren. Die Grundstücke seien alle über private Verkehrsflächen mit Wegen von nicht mehr als drei Meter Breite erschlossen worden. »Sowohl verkehrstechnisch als auch versorgungstechnisch entspricht dies nicht einer Ausweisung als Wohngebiet«, erklärte Wernard. Aufgrund der bestehenden Gebietsstruktur und der Eigentumsverhältnisse sei ein Wohngebiet nicht realisierbar.

Mehr Begrünung gerne gesehen

Auch das Prinzenpalais in der Obergasse 23 und die dazugehörige Bauleitplanung stand in der Diskussion. »Wir haben den Entwurf vom vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg gebracht«, berichtete Bürgermeister Wernard. Daran habe sich nichts geändert. »Sobald das hier beschlossen wird, kann der Investor mit der Sanierung beginnen.«

»Wir hätten eine Begrünung begrüßt«, wandte Weinreich ein. Die Grünen wollten sich mit dem Projekt intensiver beschäftigen und enthielten sich daher. Das sah die SPD genauso. CDU, FWG und FDP stimmten hingegen zu.

Hierbei handelt es sich um zwei Neubauten, ein Wohngebäude und das Prinzenpalais. Letzteres bedarf einer grundlegenden Sanierung und soll in diesem Zuge unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Belange zu einem Wohngebäude mit sechs Wohneinheiten umgebaut werden. An den Garten des Palais angelehnt soll es eine halböffentliche Grünfläche geben, bei der der Bestandsbaum erhalten bleibt. Sie wird auto- und stellplatzfrei. Nur wenige befestigte Flächen führen zu den Hauseingängen.

Anwohner sollen geschont werden

Mit wesentlich mehr Redebeiträgen würdigten die Ausschussmitglieder die Bauleitplanung für die Pestalozzistraße, wo derzeit Mehrfamilienwohnhäuser und Reihenhäusern entstehen. Der Bebauungsplan für den Bereich der Pestalozzistraße regelt die Bebauung in drei Baufeldern. Zurzeit wird schon ein Großteil der Gebäude in den Baufeldern zwei und drei erstellt. Im Baufeld vier befinden sich noch Gebäude der ehemaligen Konrad-Lorenz-Schule, die vom Hochtaunuskreis als Ersatzgebäude für die Saalburgschule genutzt werden.

Geändert wird nun die verkehrstechnische Erschließung der Gebäude. Wernard berichtete, dass die Anwohner in der Pestalozzistraße geschont werden sollen. Deshalb werden aus der großen Tiefgarage zwei kleinere, die von der Hattsteiner Allee aus angefahren werden. Zudem werden die geplanten Maisonetten-Wohnungen zu Reihenhäusern.

Bei so vielen neuen Mitbürgern wünschte sich Weinreich ein Verkehrskonzept. Es habe auch beim Fachmarktzentrum nicht das Verkehrschaos gegeben, wie einige Politiker befürchtet hätten, entgegnete der Bürgermeister. Es werde auch in der Pestalozzistraße kein solches Chaos geben.

Auch interessant

Kommentare