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Volles Programm im Ortsbeirat

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Der Denkmalplatz in Hasselbach ist immer noch nicht zufriedenstellend umgestaltet. Jetzt soll Pflaster her. © Sabine Neugebauer

Weilrod-Hasselbach. Ab dem 23. Mai sollen die Nacharbeiten zum Schließen der Gräben für den Glasfaserausbau in Hasselbach und Cratzenbach beginnen. Dies teilte Bürgermeister Götz Esser (FWG) bei der Sitzung des Hasselbacher Ortsbeirates am Donnerstagabend in der Alten Schule in Hasselbach mit.

»Das ist noch eine Riesenbaustelle«, meinte Ortsvorsteher Justus Hill (FWG), manche Stellen seien nur »holterdipolter« asphaltiert worden und entsprechend uneben. Wie Esser weiter informierte, sei ein Subunternehmer der Deutschen Glasfaser, der mit diesen Arbeiten beauftragt gewesen war, ausgefallen. »Die Deutsche Glasfaser hat da auch einen ziemlichen Hals drüber«, formulierte der Bürgermeister etwas flapsig. Und wenn es ab 23. Mai nicht weitergehe, könne die Gemeinde eine Firma beauftragen, die Nacharbeiten auszuführen und es der Deutschen Glasfaser in Rechnung stellen. Übrigens: Erst wenn Cratzenbach und Hasselbach abgeschlossen seien, dürfe in anderen Ortsteilen begonnen werden.

Ein anderes Projekt in Hasselbach zieht sich auch schon lange hin: die Neugestaltung des Parks. Im Frühjahr wurde dazu der Teich entleert. »Wir waren ziemlich entsetzt, als das abgelassen wurde ohne die Tiere zu retten«, monierte Sonia Di Martino-Hafeneger (SPD). Glücklicherweise habe sich Hill dann darum gekümmert und noch Fische in ein anderes Gewässer gesetzt.

Die Grillhütte wenigstens solle noch in diesem Jahr fertig werden, kündigte der Ortsvorsteher an, nachdem dort weitere Betonarbeiten nötig sind. Der geplante Wasserspielplatz könne allerdings nicht umgesetzt werden, teilte Esser mit, denn die Auflagen seien zu hoch. Es dürfe für einen Wasserspielplatz aus hygienischen Gründen nur Trinkwasser verwendet werden, aber das sei dafür zu schade. Dafür werde der übrige Spielplatz größer. Auf Anregung aus den Reihen der etwa 15 Zuhörer sollen mehr Geräte speziell für Kleinkinder geplant werden.

Keine Sitzung zum Kindergarten

Der Denkmalplatz mit dem Ehrenmal für gefallene Soldaten war in den vergangenen Jahren schon mehrmals Thema einer Neugestaltung. Der zuletzt aufgebrachte Bessunger Kies sei wohl falsch eingebaut. Jetzt solle der Platz gepflastert werden. Um den Platz attraktiver zu machen, regte Christopher Krüger (FWG) außerdem an, dort eine Informationstafel über die Geschichte Hasselbachs aufzustellen. Es gebe eine Überlegung in weiteren Weilroder Ortsteilen solche Tafeln in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Taunus aufzustellen, ergänzte der Bürgermeister. Dies werde Thema bei der nächsten Versammlung der Ortsvorsteher und deren Stellvertreter sein.

Den Antrag von Di Martino-Hafeneger zum Thema neuer Kindergarten eine Sondersitzung des Ortsbeirates mit Erzieherinnen und Eltern einzuberufen, schmetterte Esser ab. Dies sei kein Thema des Ortsbeirates, der ja nur ein beratendes Gremium sei. Hier seien Gemeindevertretung, Gemeindevorstand und Verwaltung zuständig. Im Übrigen seien die Erzieherinnen schon vor längerer Zeit informiert worden, dass eventuell ein externer Träger Bau und Betrieb des neuen Kindergartens übernehme. Dazu werde die Gemeinde einen »Letter of Intent«, eine Absichtserklärung, mit dem externen Träger abschließen. Dann erst könnten weitere Schritte wie die Information der Eltern über das Konzept unternommen werden. Ob der neue Kindergarten drei oder sogar vierzügig werde, müsse noch entschieden werden, gebaut werde auf jeden Fall.

Ortsbeirat öffnet seine Schatulle

Das aufgrund der Pandemie noch gut gefüllte Budget des Ortsbeirates soll ein wenig geleert werden. Dazu beschlossen die Ortbeiratsmitglieder, die Bänke am Sportplatz Hasselbach erneuern zu lassen. Außerdem sollen Obstbäume für eine Streuobstwiese gepflanzt werden. Die beiden infragekommenden Flächen wollen sich die Ortsbeiratsmitglieder bis zu nächsten Sitzung ansehen. Außerdem wird für den Spielplatz neues Sandspielzeug angeschafft.

Die Sanierung der Landesstraße L 3337 von Hasselbach nach Haintchen kündigte Esser für das kommende Jahr an. »Es wird nur noch unter Vollsperrung gebaut«, gab er zu Bedenken. Die Verkehrsinsel in dieser Straße am Hasselbacher Ortsausgang gehöre Hessen Mobil betonte Esser, als die Idee aufkam, diese neu zu gestalten. Aber bei Übernahme der Pflege durch Bürger könne in Absprachen mit der Straßenverkehrsbehörde dennoch eine Neugestaltung vorgenommen werden.

Tempo 30 ist beantragt

Hill teilte unterdessen mit, dass Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt für den Bereich parallel zur Haingärtenstraße beantragt wurde. »Da hat die Gemeinde keinen Einfluss drauf«, bedauerte Esser, die Umsetzung sei jetzt Sache der übergeordneten Behörden. Aus den Reihen der Zuhörer wurde das Problem aufgeworfen, was Busfahrerinnen und Busfahrer tun, wenn sie ein menschliches Bedürfnis überfällt. Der Bürgermeister teilte mit, dass diese gehalten seien, die Toiletten am Rathaus oder an der Max-Ernst-Schule in Riedelbach zu benutzen. Die in Riedelbach jetzt am Ochsenstallplatz aufgestellte Toilette sei vom Ortsbeirat initiiert worden, werde nur zu Festen dort geöffnet und werde seitens des Ortsbeirates instand gehalten.

Der ehemalige Ortsvorsteher Hasselbachs Heiko Zander monierte außerdem, dass keine Protokolle der öffentlichen Sitzungen von Ortsbeirat oder auch Gemeindevertretung veröffentlicht würden. Hier greife die Datenschutzgrundverordnung, so Esser, die Protokolle dürften nicht mehr veröffentlicht werden.

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