Bis vor kurzem war das Parkplatzschild am Knoten Wehrheim Süd eher abschreckend. Immerhin hatte sich die blaue Untergrundfarbe dort, wo sie weiß überklebt war, länger gehalten, so dass wenigstens das  Negativ eines Parkplatzschildes zu erkennen war. Jetzt gibt’s neue Schilder. Fotos: hko

Erkundungen im Taunus

Kleines Schild, großer Unterschied: Parkplatz am Kloster Thron zeigt, wie wichtig eine attraktive Beschilderung ist

  • schließen

Wer die Schönheiten des Taunus erkunden will, sucht sich meist vorher sein Ziel aus. Doch es gibt auch Spontanausflügler, die einfach mal ins Blaue fahren. Ob man sie zu einem Ziel lockt oder eher abschreckt, fängt schon bei der Beschilderung an – erst recht wenn der zugehörige Parkplatz so gar nicht idyllisch liegt.

Wehrheim - Es gibt bei der Tageszeitung die sogenannten „zeitlosen Themen“, also Geschichten, die nicht unbedingt sofort ins Blatt müssen, sondern auf der „Kann-man-mal-machen-Liste“ landen, um sie anzugehen, wenn sonst recht wenig passiert.

Die Wandertafel wurde ersetzt.

Der Naturparkplatz am Knoten Wehrheim-Süd stand einige Zeit auf dieser Liste. Nicht, weil die Mülltonnen regelmäßig voll oder überfüllt sind (das kommt auf den besten Parkplätzen vor und ist sicher der zentralen Lage und seiner Beliebtheit als Pausen-Ort bei Berufskraftfahrern geschuldet), sondern weil die Zufahrt ganz besonders markiert war. Wer aus dem Köpperner Tal kam, wurde zwar durch ein Schild informiert, dass man dort links abbiegen konnte und sogar das Wort „Naturpark“ war noch lesbar. Aber nur, weil unter der weißen Folie, mit der Pfeil und Text geklebt waren, der einst blaue Untergrund länger vor Sonne und Regen geschützt war als auf dem Rest des Schildes.

Ein trostloser, ja abschreckender Anblick. Zumal der Parkplatz viel Konkurrenz hat: Die Saalburg ist einen Katzensprung entfernt und auch die Schlink wirkt erstmal wesentlich einladender als der Schotterweg an der stark befahrenen und dementsprechend lauten Kreuzung. Dabei ist der Naturparkplatz ein idealer Ausgangspunkt, um den Bereich nördlich der Saalburg zu erkunden – mit dem Vorteil, dass es zunächst bergan geht und der Rückweg zum Auto dementsprechend leicht fällt.

Wandertafel zerstört

Seit kurzem gibt’s dort neue Schilder – und plötzlich lädt die Abfahrt am vielbefahrenen Knoten wieder zum Anhalten ein. Dabei sind die Parkplatzschilder ein „Nebenprodukt“ gewesen, wie Kreissprecherin Andrea Nagell verrät. „Die Außendienst-Mitarbeiter hatten bereits auf die Fertigstellung der neuen Wandertafel gewartet und haben die Schilder dann in einem Aufwasch mit ausgetauscht.

Zwar stehen auf allen 96 Naturparkplätzen solche Tafeln, am Kloster Thron war Abhilfe allerdings dringend nötig. Denn die Wandertafel, die den rund vier Kilometer langen Rundwanderweg mit dem Fuchs-Symbol durch den Alten Hegewald hinauf zum Kastell und dann am Limes entlang Richtung Lochmühle weist, war laut Nagell zerstört worden und musste ersetzt werden. Wehrheims Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) hofft, dass weitere Schilder folgen. „Es wäre super, wenn alle Naturparkplätze mit diesen neuen Schildern ausgezeichnet werden können. Am besten dann jeweils mit der jeweiligen Gemarkungsbezeichnung.“ Als Zusatz zum Vermerk „Naturparkplatz“ wünscht er sich einen entsprechenden „Hinweis auf die nächste tolle Sache, also Richtung Limes-Wanderweg oder Kastell Kapersburg.“

Am Kloster Thron hat’s jedenfalls schon gut geklappt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare