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Die Eltern und Kinder der Betreuung an der Grundschule Dornholzhausen feierten kürzlich das 25-jährige Bestehen ihrer Einrichtung.

Warten auf das Schulkinderhaus

Die Grundschulbetreuung Dornholzhausen hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Was mit 25 Schülern begann, ist bis heute auf 120 Kinder angewachsen, Tendenz steigend.

Aus der lichtdurchfluteten Mensa dringen Kinderstimmen in die benachbarte Küche. Hier herrscht gerade geschäftiges Treiben, denn das Mittagessen für den Nachwuchs wird frisch vom eigenen Koch zubereitet und kommt gleich auf den Tisch. Die Erzieherinnen räumen indes ihre Gruppenräume auf, die nicht nur schön eingerichtet, sondern auch auf die pädagogischen Bedürfnisse der Schüler abgestimmt sind. Sie sind kindgerecht und funktional, so wie das neue Schulkinderhaus insgesamt. So oder so ähnlich könnte die Zukunft der Betreuungseinrichtung der Grundschule Dornholzhausen aussehen. Zumindest wenn es nach Barbara Gerullis geht. Sie ist Leiterin der Grundschulbetreuung, die seit 25 Jahren besteht.

Doch noch sind diese Vorstellungen Wunschdenken, denn eine Erweiterung der jetzigen Betreuung ist an den Umzug der Feuerwehr aus der Dornholzhäuser Straße gekoppelt. „Wenn die Brandschützer ausziehen, dann entsteht dort Platz für ein Kinderhaus“, sagt Gerullis. Doch bisher ist das Vorhaben nur angedacht, und so muss die Grundschulbetreuung so weitermachen wie bisher. Und da hat sich – verglichen mit den Anfängen der Betreuung – schon viel getan.

„Wir haben 1993 in einem Klassenraum gestartet, der einfach zu einem Gruppenraum umgestaltet wurde“, erzählt Gerullis. Damals konnten rund 25 Schüler hier die letzte Schulstunde verbringen, bevor sie um 13.30 Uhr nach Hause gegangen sind. Mittagsmahlzeiten oder eine Hausaufgabenbetreuung habe es noch nicht gegeben. „1999 haben wir erstmals Essensplätze angeboten. In einer kleinen Küchenzeile haben die Erzieherinnen für die Kids selber gekocht, die Betreuungszeiten wurden bis 15 Uhr ausgedehnt, kurze Zeit später konnten die Schüler auch vor dem Unterricht zu uns kommen“, so Gerullis, die seit 2003 die Leitung innehat. Damals sei die Schule saniert worden, was bedeutete, dass die Betreuungskinder von einem Raum zum nächsten ziehen mussten. Das sei zwar anstrengend, aber auch ein Abenteuer gewesen, und die Nachfrage stieg beständig.

2006 sei die Zahl der Hortkinder auf 60 angewachsen. Diese fanden Platz im Sachkunderaum, der um eine Küchenzeile mit Trennwand erweitert wurde. Gerullis: „Die Erzieherinnen konnten für so viele Personen nicht mehr selber kochen, so haben wir uns entschieden, uns vom benachbarten Seniorenhaus beliefern zu lassen.“ Doch auch dieser Platz reichte bald nicht mehr aus. Also errichtete die Stadt für die Einrichtung, die vom Hochtaunuskreis verwaltet wird, ein Zusatzgebäude. Im Haus Löwenzahn werden derzeit 40 Kinder betreut, in der Pusteblume in der Grundschule sind es 80 Kinder.

Ein Großteil sind Essenskinder, die meisten bleiben bis 15 Uhr, einige auch bis 16 Uhr. „Es ist für uns zwar eine organisatorische Herausforderung, an zwei Standorten zu sein, aber wir sind ein Superteam“, sagt die Leiterin und lobt ihre 13 Mitarbeiter. Dennoch hofft sie, dass das Schulkinderhaus bald Realität wird. Denn dort könnten noch mehr Schüler untergebracht werden. Denn eines sei sicher: „Der Bedarf ist immer noch steigend. Daher ist es wichtig für die Dornholzhäuser, mehr Betreuungplätze zu schaffen.“

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