Warum es nur Trends gibt, und was sie uns sagen

Nichts geht mehr: Gestern Abend um Punkt 18 Uhr schlossen die Wahllokale – und damit steht fest, wer in den kommenden fünf Jahren in den Stadt- und Gemeindeparlamenten in welcher Stärke vertreten sein wird.

Nichts geht mehr: Gestern Abend um Punkt 18 Uhr schlossen die Wahllokale – und damit steht fest, wer in den kommenden fünf Jahren in den Stadt- und Gemeindeparlamenten in welcher Stärke vertreten sein wird. Allein: Genau wissen tun wir das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Wie bereits bei den vergangenen Kommunalwahlen wurden am gestrigen Wahlabend wieder nur jene Stimmzettel von den Wahlhelfern ausgezählt, auf denen lediglich eine Partei oder Wählergruppe angekreuzt war. Bislang kann bei den ausgezählten Stimmen deshalb nur von Trends gesprochen werden.

In die vorläufige Auswertung sind alle Stimmzettel, auf denen kumuliert und panaschiert wurde, nicht eingeflossen. Sie werden heute und in den nächsten Tagen in den Rathäusern ausgezählt, und bis das nicht geschehen ist, gibt es daher nur vorläufige Ergebnisse von der Kommunalwahl 2016.

Die gute Nachricht: Bei den vergangenen Wahlen haben sich die Trends in den meisten Fällen nicht allzu sehr von den später ermittelten (End-) Ergebnissen unterschieden. Einige Prozentpunkte machten die Abweichungen aber mitunter schon aus. Und deshalb gilt: Dort, wo es eng zugeht, müssen die Sektkorken noch in der Flasche bleiben.

Bei der Wahl 2011 etwa hatte in Bad Homburg die CDU im Vergleich zum Trend-Ergebnis noch zulegen können. Statt der ursprünglich mageren 38,1 waren es am Ende dann doch 40,3 Prozent gewesen. Umgekehrt erging es den Grünen: Deren sensationelle 28,5 Prozent schmolzen auf 23,6 Prozent zusammen, während die FDP aus dem tiefen 5,9-Prozent-Tal immerhin noch auf 7,1 Prozent kletterte. Es bleibt also spannend.

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