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Wasser: Alle sollen helfen

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Um Notstand zu vermeiden, ruft Krügers zum Sparen auf

Schmitten -Der drohende Wassernotstand war in der Bürgerversammlung in der Jahrtausendhalle in Oberreifenberg das am meisten diskutierte Thema. Denis Knappich (CDU), der Vorsitzende der Gemeindevertretung, hatte den rund 50 Bürgern, darunter zahlreiche Vertreter aus den kommunalpolitischen Gremien, Informationen zu Themen rund ums Thema Klima gegeben.

Mit dem Wasserinvestitionsprogramm könne die Eigenförderung, die in Schmitten bei 70 Prozent liegt, zwar nicht maßgeblich erhöht, aber auf jeden Fall grundlegend gesichert werden. Um einen Wassernotstand, wie er auch in Schmitten 2020 verhängt wurde, zu verhindern oder zu verzögern, sollten die Bürger regelmäßig auf der Homepage nach dem Stand der Wasserampel schauen. "Es ist wichtig, dass alle dazu beitragen, schon vorher gegenzusteuern, damit wir nicht zu den härtesten Maßnahmen greifen müssen", meinte Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU).

Auf Anfrage aus der Versammlung teilte sie mit, dass sich Wasserverschwender ausfindig machen ließen und ihnen bei geltendem Wassernotstand hohe Geldstrafen drohen. "Man braucht gar keine privaten Pools, wir haben ein tolles Schwimmbad", meinte Krügers. Ein Bürger forderte, das Thema Wassersparen nicht nur im Sommer, wenn es kritisch wird, sondern dauerhaft zu kommunizieren. Aus der Versammlung kam auch der Vorschlag, die Dorfbrunnen, an denen aktuell zum Teil große Mengen abgeholt würden, zu schließen, wenn die Wasserampel auf Rot ist.

Gegenreaktionen eingeleitet

Informationen gab es auch zum Thema Klimamanagement und dem Ziel, dass Schmitten bis 2050 llimaneutral werden soll. Bereits eingeleitet ist das Klimaanpassungskonzept zur Minderung von Schäden nach Starkregen. Kurzfristige Gegenreaktionen wurden seit der Überschwemmung im Juni vergangenen Jahres in Brombach und Hunoldstal bereits ergriffen. Die Analyse für alle Ortsteile läuft. "Ein vollständiger Schutz ist nicht möglich", so die Bürgermeisterin. Auch das Tourismuskonzept und die jetzt vorliegende Planung für den Neubau des Kindergartens in Oberreifenberg wurden kurz vorgestellt.

Anbindung der Hegewiese

Die Bürger nutzten die Versammlung, um Probleme aufzuzeigen. So sei die Anbindung der Hegewiese an den öffentlichen Personennahverkehr nicht optimal. In Arnoldshain fehle eine Bushaltestelle in der Ortsmitte, wie sie während der Baustellenzeit möglich war. Laut Bürgermeisterin sieht der Verkehrsverbund Hochtaunus (VHT) keine Möglichkeit die Verbindung, wie sie während der Baustelle galt, aufrechtzuerhalten. Wenn jedoch das Anrufsammeltaxi rege genutzt werde, gehe das in die künftige Linienplanung ein. Auch die Nutzung des von der Bürgerstiftung Schmitten initiierten Bürgerbusses soll ausgebaut werden.

Parkmöglichkeiten verschlechtert

Kritisiert wurde von Anwohnern der Schmittener Kanonenstraße und der Niederreifenberger Brunhildestraße, dass sich nach den Straßenbauarbeiten die Parkmöglichkeiten verschlechtert haben. Ob, wie aus der Bürgerschaft berichtet, an manchen Stellen auch die Sicherheit leide, will die Verwaltung im Auge behalten. Zu Beginn der Versammlung hatte die Bürgermeisterin über die Dorfentwicklung berichtet, vor allem Chancen für Privatleute aufgezeigt. Eine so hohe Beteiligung an der Bürgerbefragung als ein Baustein zur Erstellung des Masterplans für kommunale Maßnahmen, wie sie das Entwicklungskonzept nannte, habe das Beratungsbüro noch in keiner anderen Kommune erlebt.

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