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Wassernotstand geregelt

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Satzung nach 30 Jahren auf aktuellen Stand gebracht

Usingen -Wassernotstände sind in den vergangenen Jahren keine Seltenheit gewesen - sprich: Kommunen verfügen über zu wenig Trinkwasser, um die Versorgung sicherzustellen. Mit dem Ausruf des Wassernotstandes tritt dann eine entsprechende Verordnung in Kraft, genau umschrieben in der "Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Usingen über die Einschränkungen des Verbrauchs von Trinkwasser bei Notständen".

Klare Vorgaben

Und diese wurde nun in einer neuen Fassung im Stadtparlament beschlossen, denn das alte Werk war 30 Jahre alt - und die Vorgaben gelten immer nur 30 Jahre. Vor allem waren mögliche Strafen noch in Mark angegeben.

Viel geändert hat sich nicht, einige Konkretisierungen wurden vorgenommen. Aber eigentlich wäre das Ganze zusammenzufassen mit "Es gilt der gesunde Menschenverstand".

Sobald die Verwaltung den Notstand ausruft, ist vieles verboten. Rasen wässern etwa. Gießen darf man seinen Garten nur, wenn es sich um eine "Abwehrbewässerung" handelt, also um Schäden zu vermeiden. Aber: Auch dann nicht zwischen 10 und 20 Uhr und nur zwei Mal die Woche. Verboten sind das Befüllen sowie das Nachfüllen von Wasserbecken, privaten und betrieblichen Schwimmbecken sowie künstlichen Teichen und ähnlichem. Das Verbot gilt nicht, so weit ein Nachfüllen zur Abwehr von Gefahren für das tierische oder pflanzliche Leben im Teich notwendig ist. Sprich: Kein Fisch muss sterben.

Reinigungen mit Wasser sind bei den Verboten ganz außen vor, wenn es sich um Terrassen, Wände, Hof- und Wegflächen sowie bauliche Anlagen oder Maschinen handelt - allerdings immer mit der Vorgabe, dass es bei betrieblich-zwingenden Abläufen eine Ausnahme gibt. Neu ist, dass Fahrzeugwaschanlagen, sofern nicht durch Kreislaufführung oder sonstige Sparmaßnahmen weniger als 60 Liter pro Fahrzeug verbraucht werden, ebenfalls abzuschalten sind.

Auto bleibt schmutzig

Privat darf sowieso kein Fahrzeug mehr gewaschen werden. Wichtig ist in der ganzen Regelung auch, dass alle Leitungen zu den Gebäuden in gutem Zustand sein müssen. Es sollte also wegen Undichtigkeiten kein Wasser verloren gehen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Und die kann teuer werden: Bis zu 5000 Euro können fällig sein, wenn man dagegen handelt. bur

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