1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Wehrführer Jürgen Hirtzel hört im Januar auf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ua_stehsatz_2-B_105915_4c
Die Feuerwehr Anspach nach der Jahreshauptversammlung: Links Wehrführer Jürgen Hirzel, als Dritter von links Stadtrat Jürgen Strempel, in der Mitte die Geehrten und Zweiter von rechts Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino. © jung

Freiwillige Feuerwehr Neu-Anspach muss sich Gedanken um Nachfolger machen

Neu-Anspach -Weil es dem Feuerwehrvereinsvorsitzenden Stefan Mohr trotz eifrigster Bemühungen nicht gelungen war, die Einladung zur Jahreshauptversammlung rechtzeitig an die Mitglieder zu verschicken, wurden die anstehenden Wahlen zum Vorstand des Gremiums auf die nächste Versammlung, die im Januar 2023 stattfinden soll, verschoben.

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr konnte, weil eine andere Satzung gilt, reibungslos über die Bühne gehen. Allerdings kündigte Wehrführer Jürgen Hirzel an, dass er im Januar sein Amt niederlegen werde. Er bat die versammelten Floriansjünger darum, sich beizeiten Gedanken über einen möglichen Nachfolger oder Nachfolgerin zu machen.

"Nicht wie immer", so Hirzel, "sei diese Jahreshauptversammlung". Denn die letzte Zusammenkunft habe 2020 stattgefunden. Dann kam Corona und wirbelte die Aktionen der Feuerwehr durcheinander. Der Wehrführer fasste die Einsätze zusammen.

Neue Kindergruppe

So gab es 2020 insgesamt 91 Einsätze, wobei die Tendenz dazu geht, dass die Hilfeleistungen mehr werden, die Zahl der Brände zurückgehen. 2021 waren es 71 Einsätze. "Merkwürdig", so Hirzel, "denn der Starkregen im Juni machte den Einsatz der Feuerwehren aus der Kleeblattstadt sowie aus anderen Gemeinden im Kreis nötig." Da dieser Einsatz aber nur als ein einziger gezählt wurde, blieb es bei 71. "Eigentlich müssten noch 60 dazu addiert werden." Bei den Einsätzen gab es auch etwas Kurioses. So war eine Katze in ein Loch gefallen und musste von der Wehr befreit werden. "Die Katze war wohlbehalten, aber hungrig", schmunzelte der Wehrführer.

Die Ausbildung der Wehrleute stagnierte, weil die Feuerwehrschule in Kassel geschlossen hatte. Vieles müsse jetzt in diesem Jahr in Angriff genommen werden, legte Hirzel dar. Für die Feuerwehr Anspach sowie die Kollegen aus Hausen werde es zwei neue Fahrzeuge geben. Neu sei auch der Bus, der als Einsatzleitungswagen etabliert wurde. Allerdings habe die Fahrzeughalle einen Stellplatz zu wenig, weshalb diese erweitert werden müsse.

Froh stellte er noch die neu gegründete Kinderfeuerwehr vor, die als "Löschtiger" von Sascha Marzy und seiner Frau Birgit ins Leben gerufen wurden. Dies sei die richtige Idee, um die Kinder frühzeitig Richtung Feuerwehr zu lenken. Mit zehn Jahren können sie dann in die Jugendwehr überwechseln, für die Marcelo Kirse als Jugendfeuerwehrwart den Bericht vorstellte. Nicht einfach, aber gelungen sei es, die Zahl der Jugendwehr mit sechs Mädchen und acht Jungen stabil zu halten. Die Ausbildung fand zunächst praktisch, dann online statt. "Die Motivation war hoch", so der Jugendwart, auch wenn einiges ausfallen musste, so der Berufsfeuerwehrtag. Dieser soll in diesem Jahr nachgeholt werden. Erfolgreich war seine Truppe beim "Spiel ohne Grenzen" in Steinbach, wo 30 Jugendwehren antraten.

Hirzel konnte zwölf anwesende Feuerwehrleute befördern: Finn Dohrmann, Carolin Engers, Roxana Hoffmann, Thilo Schenk und Stina Tillner wurden zu Feuerwehrmann-Anwärtern ernannt. Simon Ulbrich und Lukas Wicke sind jetzt Feuerwehrmänner. Florian Hedwig und Matthias Nowak wurden zu Hauptfeuerwehrmännern befördert. Marcelo Kirse ist Löschmeister und Marcel Stein sowie Tino Troppschug Oberlöschmeister, während Mario Hauch zum Brandmeister befördert wurde.

Auch interessant

Kommentare