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Ab ins gar nicht ganz so kühle Nass: 27 Grad betrug die Wassertemperatur gestern Nachmittag im Wehrheimer Freibad. Fotos: Thomas Kopp

Neue Rekorde

Ludwig-Bender-Bad: Zahlen, Daten und Fakten zum Badeerlebnis

Spätestens in dieser Woche ist der Sommer so richtig in Schwung gekommen, für manchen Zeitgenossen ja schon zu sehr. Doch zumindest für Schüler bricht mit den Sommerferien nun die Zeit an, in der so einige gar nicht mehr aus den Freibädern herauszubekommen sind. Die Gemeinde Wehrheim vermeldet schon jetzt ein Rekordjahr.

Wehrheim - Bislang wurde der Sommer immer wieder einmal von Regenperioden unterbrochen, das macht sich auch im Ludwig-Bender-Bad in Wehrheim bemerkbar. "Es könnte noch ein wenig besser laufen", sagte Schwimmmeister Ralf Pauly noch Anfang der Woche.

Doch mit der jüngsten Hitzeperiode füllen sich auch die Liegeflächen rund um die Wasserbecken im Freibad. "Ein paar wärmere Tage in Folge, dann läuft es", sagt auch Pauly dazu. Dies bestätigte sich dann am Mittwoch. "Wir hatten Stehparty im Wasser", sagt Schwimmmeisterin Monika Lönholdt-Wreth. Bei 38 Grad Außentemperatur kein Wunder.

Drei Mädchen im Glück

Die Kassen klingeln. Denn die Gemeinde vermeldet einen Rekord, was den Dauerkartenverkauf der vergangenen fünf Jahre angeht. Gestern Nachmittag dankte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) den Erwerbern der Saisonkarten 999, 1000 und 1001 im Namen der Gemeinde. Denn schließlich tragen ihre Zahlungen dazu bei, dass die Gemeinde auch weiterhin in die Infrastruktur des Bades investieren kann.

Drei Mädchen sind es, die sich rechtzeitig am Sonntag die Karten geholt haben: Nummer 999 ging an die neunjährige Juliane Schäfer aus Neu-Anspach, Nummer 1000 an Lena Schäfer (11) aus Usingen und Nummer 1001 an Juliana Pfetzing (13) aus Pfaffenwiesbach.

Als Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) ihnen dankt und zeigt, was sie dafür nun bekommen, kann man strahlende Gesichter sehen. Denn nicht nur in diesem Jahr dürfen sie nun so oft sie wollen ins Freibad gehen, sondern durch einen Gutschein auch im nächsten. Doch Sommer rät ihnen, die gesparte Summe für die nächste Dauerkarte trotzdem einzufordern, für eine andere angenehme Anschaffung. Was die anwesenden Mütter gerne zusichern.

Bis zur offiziellen Schwimmbaderöffnung am 1. Mai waren bereits 660 Dauerkarten im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung verkauft worden. Dadurch entstanden der Gemeinde Brutto-Einnahmen in Höhe von 29 900 Euro. Bis zum und während des Wehrheimer Apfelblütenfestes am 5. Mai wurden nochmals 245 Dauerkarten zu reduzierten Vorverkaufspreisen abgesetzt, so dass der Erlös auf rund 42 500 Euro anstieg. Zum Wochenbeginn waren 432 Dauerkarten an Kinder und Jugendliche verkauft, 569 an Erwachsene. "Und mit Stand von Mittwochabend sind es 1011", fügt Jürgen Schneider von der Gemeindeverwaltung an. Hinzu kommen 217 Zehnerkarten.

Das sprengt die bisherigen Zahlen deutlich. Im Vorjahr wurden 614 Dauerkarten bis zur Eröffnung des Bades am 1. Mai verkauft. 218 Karten mehr waren es bis und während des Apfelblütenfestes. 2017 setzte die Gemeinde 560 Karten vor dem 1. Mai ab. 181 waren es bis und während des Apfelblütenfestes. Mit 947 Karten bis zum Apfelblütenfest war auch das Jahr 2016 stark, 2015 waren es im gleichen Zeitraum 779 Karten, im Jahr 2014 waren es 837.

20 000 Euro fehlen noch

Selbst wenn alle diesjährigen Dauerkarteninhaber kommen, reicht der Platz im Freibad noch aus, um zahlreiche Tagesgäste aufzunehmen. "Bis zu 3000 Gäste passen rein", sagt Schwimmmeister Pauly. Der stärkste Tag war der Mittwoch dieser Woche, 1260 Tageskarten wurden abgesetzt. Inklusive einer Schätzung der Dauer- und Zehnerkartenbenutzer kommt Schneider auf rund 2500 Besucher.

Dafür war der Mai umso schwächer. Im gesamten Monat wurden nur 60 Tageskarten abgesetzt. Insgesamt wurden bislang 5918 Tageskarten verkauft, die vergangenen heißen Tage haben die Zahlen gehörig nach oben schnellen lassen. Inklusive der Schätzungen für Dauerkarteninhaber kommt Jürgen Schneider von der Gemeindeverwaltung somit auf etwa 19 000 Badegäste bislang. Damit verbunden sind Bruttoeinnahmen von 74 000 Euro.

Im Haushalt der Gemeinde sind als Ziel 95 000 Euro vorgegeben. Sommer ist optimistisch, dass die Zahl in diesem Jahr erreicht wird.

Dass es in diesem Jahr so viele Dauerkarteninhaber sind, wundert Schwimmmeister Pauly nicht unbedingt. "Auf einen starken Sommer steigt der Kartenvorverkauf immer an", hat er beobachtet. Nach einem schwachen Sommer warteten die Leute aber lieber einmal ab.

Das Ludwig-Bender-Bad in der verlängerten Rodheimer Straße hat täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Karten kosten vier Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren, neun Euro für eine Familie mit maximal zwei Erwachsenen und bis zu drei eigenen Kindern. Ab 18 Uhr gilt der Feierabendtarif für 2,50 Euro.

Zehnerkarten kosten 35 Euro für Erwachsene, 22 Euro für Jugendliche und 65 Euro für Familien. Die Saisonkarte gibt es für 65 Euro für Erwachsene und 35 Euro für Kinder und Jugendliche.

Für die Kinder gibt es ein Kleinkinder-Erlebnisbecken mit Wasser-Igel und Wasser-Pilz sowie einen Spielplatz. Die Solaranlage am Kinder-Erlebnisbecken soll dafür sorgen, dass auch hier bereits tagsüber früh an den Badetagen angenehme Wassertemperaturen herrschen. An intensiven Sonnentagen schützt das große Sonnensegel Kinder und Eltern an diesem Becken gleichermaßen.

Eine große Spiel- und Liegewiese steht zur Verfügung, ebenso zwei Beachvolleyball-Felder. Weiterhin gibt es kostenfreie Parkmöglichkeiten entlang der Zufahrt über die Rodheimer Straße. Als weitere Attraktion steht eine Wellenrutsche am großen Becken zur Verfügung.

Auch die Gastronomie der Gaststätte Zum Bizzenbachtal lädt mit ihrem Biergarten zum Besuch ein. Vom 2. bis 4. August steht das Beach- und Funwochenende der TSG Wehrheim im Freibad auf dem Programm. kop

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