Der Eingang der neuen Sporthalle ist großzügig gebaut.
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Der Eingang der neuen Sporthalle ist großzügig gebaut.

Die neue Wehrheimer Sporthalle erfüllt viele baulichen Wünsche der Vereine

Das Bauwerk am Oberloh benötigt noch eine sichere Anfahrtsstrecke für die Sportler

  • vonGerrit Mai
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Der Bau der neuen Sporthalle kommt gut voran - und bleibt nach derzeitigem Stand vor allem im Kostenplan. Die SPD hatte zu einem Besichtigungstermin eingeladen und erfuhr viel Neues.

Wehrheim. Als dominierende Farbe der neuen Sporthalle am Oberloh kann sich Kuno Leist ein sattes Rot gut vorstellen. Bei einem Sozi gut verständlich. Er hatte als Fraktionsvorsitzender zur Besichtigung des Rohbaus eingeladen, gekommen waren neben Sozialdemokraten aus politischen Gremien auch interessierte Bürger sowie Vertreter des Electrominicar-Clubs (EMC) und der Schützen. Beide Vereine lobten die Berücksichtigung ihrer Interessen. Die Schützen wollten gewährleistet haben, dass Parkplätze für alle vorhanden seien, der EMC sieht seine Anlage derzeit durch Kiesberge behindert.

Viele Gespräche notwendig

Bauamtsleiter Frank Dechert, der die Halle und die Umsetzung der Pläne vorstellte, sagte Gespräche zu. "Derzeit ist es eben eine Baustelle, und da gibt es Beeinträchtigungen." Bei den Parkplätzen habe man sich an die kommunale Satzung gehalten. Daneben gebe es aber auch Abstellplätze für Fahrräder nebst Elektrotankstelle für E-Bikes.

Da Leist auch Mitglied des Ältestenrats der Turn- und Sportgemeinde Wehrheim ist und selbst lange Volleyballer war, liegt ihm jedoch nicht nur die Farbe am Herzen, sondern TSG und Sport insgesamt.

In der großen, lichtdurchfluteten Sporthalle stehend erläuterte Dechert die Funktion und Nutzung der Nebenräume, die derzeit nur als Öffnungen in der weißen Wand zu sehen sind. Da in der Halle alle Gruppen sporteln sollen, die ihre Trainingszeiten in der alten Halle haben, gibt es genügend Raum für Tischtennisplatten, Matten und Stepper für Aerobic und Gymnastik, Material für Judo, der Platz reiche aber auch für das "mäusefreie" Überwintern der Hochsprung- und Stabhochsprunganlage der Leichtathleten. Neben Räumen für Toiletten, sanitären Anlagen, Technik, und Putzmaterial sei auch ein großes Entrée vorgesehen. Barrierefreiheit sei im ganzen Gebäude gegeben, die Farbgebung werde - ebenfalls aus dieser Sicht - derzeit diskutiert, versicherte Dechert.

Kletterwand angedacht

Er zeigte auf die Stelle an der südöstlichen Seite, wo von außen zugängliche Toiletten entstünden, die der EMC nutzen könne, Für die Schützen sei ein Lagerraum im Nordwesten der Halle in einer Größe von etwa zwei Garagen, ebenfalls mit eigenem Zugang von außen, vorgesehen. Möglich, dass es einer der Außenwände zudem eine Kletterwand gebe. "Allerdings nur so hoch, dass keine Haftungsfrage entsteht", wollte die TSG gesichert haben.

Auf die Frage, warum nicht gleich eine größere Zweifeldhalle gebaut wurde, führte Grünzig sowohl höhere Baukosten für die Gemeinde als auch höhere Nutzungskosten für die TSG an.

Derzeit trainieren in der alten Sporthalle 220 bis 250 Sportler pro Woche, eine Umfrage zu Hallenzeiten werde ergeben, ob eine Nutzung darüber hinaus noch möglich sei. Es sei zu klären, ob es Senioren oder Kleinkindern zuzumuten sei, zum Oberloh zu kommen. Der öffentliche Sportbetrieb finde weiterhin in der Halle der Limesschule statt. "Wir freuen uns, dass die Halle nicht nur in Plänen vorliegt, sondern auch gebaut wird", so Leist.

Positiv sieht er für seine Partei auch, dass neben der TSG als Hauptnutzer auch die Diana-Schützen und der EMC wie vorgesehen eingebunden seien und ihren Anteil daran hätten. Er höre er gerne, dass, wie Dechert versicherte, der Bau im Kostenrahmen bleibe. In den Haushalt 2019 waren 1,7 Millionen Euro eingestellt, für dieses Jahr 1,6 Millionen, und 2021 sind weitere 500 000 vorgesehen. Der Plan für 2021 sieht weitere 75 000 Euro für die Verkehrsregelung am Oberloh vor.

Die TSG werde ihren Sportbetrieb erst dann aus der alten Halle der Schulstraße in den Norden verlegen, wenn die Verkehrssicherheit gewährleistet, ein Konzept erarbeitet und umgesetzt sei, das Sportlern, vor allem Kindern und Jugendlichen, die Überquerung der verlängerten Usinger Straße in Richtung Sportplatz mit dem Fahrrad oder zu Fuß ohne Gefahr ermöglicht. Gerrit Mai

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