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BI wirbt für Einsatz von Batteriezügen

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Wehrheim -Wenn sich am 13. Juli im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Elektrifizierung der Taunusbahn Vertreter der Städte Neu-Anspach und Usingen sowie der Gemeinde Wehrheim in einer nichtöffentlichen Sitzung beraten, dann würde die Bürgerinitiative "Pro Taunusbahn" gern auch ihre Vorschläge erörtert wissen. Denn es geht bei dem Termin nicht nur um die verschiedenen Maßnahmen für die Elektrifizierung der 18 Kilometer langen Strecke zwischen Friedrichsdorf und Usingen einschließlich des zweigleisigen Ausbaus zwischen den Bahnhöfen Saalburg/Lochmühle und Wehrheim über eine Länge von etwa zwei Kilometern sowie um Maßnahmen im weiteren Verlauf am Haltepunkt Hundstadt sowie am Bahnhof Brandoberndorf.

Auch die vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen werden Thema sein. Zu den Punkten hatte es diverse Stellungnahmen unter anderem der BI "Pro Taunusbahn" gegeben, die ebenfalls erörtert werden sollen.

Rainer Gauderer von der BI zeigt im Gespräch mit dieser Zeitung eine Alternative auf, wie die Modernisierung und Elektrifizierung der gesamten Taunusbahn-Strecke "ohne teure S5-Verlängerung nach Usingen und hohe Investitionen in die Strecke realisiert werden" könne. "In diesen unsicheren Zeiten mit Corona, Krieg, leeren Kassen bei den Kommunen und einem Milliarden Euro-Bedarf beim RMV finde ich es unverantwortlich, wenn der RMV/VHT und die Politik in dieser Situation weiterhin an dem überdimensionierten, teuren Prestigeobjekt der S5-Verlängerung nach Usingen festhält."

Der RMV lasse ab Dezember 2022 Wasserstofftriebwagen (HEMU) iLINT 54 von ALSTOM die Strecke von Brandoberndorf bis Bad Homburg und im Berufsverkehr bis Frankfurt Hauptbahnhof befahren. Die Realisierung der S5-Verlängerung stehe dabei weiterhin in den Sternen.

Hier biete sich eine preiswerte Alternative als S5-Ersatz an: "Die HEMU's, die nach Frankfurt Hauptbahnhof und zurückfahren, fahren ab Friedrichsdorf rund 25 Kilometer unter Oberleitung. Das ist Unsinn und unwirtschaftlich. Für den Betrieb dieser teil-elektrifizierten Bahnstrecke müssen hochmoderne, barrierefreie, dreiteilige Batterietriebwagen (BEMU), wie der TALENT 3 von ALSTOM, eingesetzt werden. Diese fahren dann im Stunden-Takt von Brandoberndorf bis Friedrichsdorf im Batterie-Modus und ab Friedrichsdorf bis Frankfurt Hauptbahnhof unter Fahrdraht. Hierbei werden auch die Batterien wieder aufgeladen. Zusätzlich werden die Batterien noch über die Bremsenergie-Rückgewinnung aufgeladen. Ab 2025 könnten die BEMU's auf der RB15-Strecke fahren", erklärt Gauderer. sai

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