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Der Vorstand ist komplett

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Die Vorsitzenden der Wehrheimer Landjugend, Nicole Skiback (links) und Norbert Hartmann (rechts), ehren bei der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder. FOTO: SCHMAH-ALBERT © Ingrid Schmah-Albert

Wehrheim (sai). Er wolle nicht der »Totengräber des Vereins« sein, begann Norbert Hartmann eine flammende Rede zum Thema Neubesetzung der Vorstandsposten. Schließlich sei die Landjugend eine »Institution« in Wehrheim und er, der Zweite Vorsitzende, mache die Arbeit im Vorstand nach wie vor mit Freude und Herzblut. Dennoch sei es auch wichtig, dass auch mal andere, jüngere Mitglieder Vorstandsposten übernehmen, neue Ideen einbringen und den Verein und das Programm erneuern würden.

»Wenn der Verein abgewickelt werden muss, weil sich niemand Neues findet, berauben wir die Jugend um die Chance, Erfahrungen zu machen«, malte er ein düsteres Bild.

Magere Beteiligung an Versammlung

Schon vor der Jahreshauptversammlung, die am Montagabend mit nur etwa zwei Dutzend Mitgliedern mager besucht war, hatte der Vorstand die Mitglieder mehrfach aufgerufen, sich in den Vorstand einzubringen - teilweise mit Erfolg, wie sich zeigte.

Zwar konnte kein Kandidat oder Kandidatin für den Posten des zweiten Vorsitzenden gefunden werden, sodass Hartmann sich nochmals bereit erklärte, weiterzumachen, doch war dann zumindest für das Amt der Kassenwartin eine Nachfolge gefunden. Kerstin Büttel, die bereits seit über 40 Jahren Mitglied in der Landjugend ist und nach längeren Pausen in der aktiven Vereinszeit nun bereit sei, sich wieder mehr einzubringen, übernimmt das Amt der Kassenführung von Mercedes Strohmann-Perez, die nach neun Jahren aus familiären Gründen nicht mehr für das Amt, wohl aber für punktuelle Unterstützung und Helferdienste zur Verfügung stehen wollte. Auch Schriftführerin Franziska Wagner ließ sich überreden, den Posten eine weitere Periode zu bekleiden.

Somit ist der Verein gerettet und das ist wichtig, hat er doch nach der langen Corona-Zwangspause wieder viel vor, wie unter anderem die legendäre Sonnenwendfeier auf dem Bügel am 25. Juni. »Bei der Vorbereitung auf diese Versammlung ist mir überhaupt erst einmal aufgefallen, wie viel wir das ganze Jahr über auf die Beine stellen und was alles ausfallen musste«, hatte die Erste Vorsitzende Nicole Skiback ihren Rechenschaftsbericht eingeleitet und aufgezählt, was an kulturellen Veranstaltungen, wie etwa die verschiedenen Theateraufführungen, Sonnenwendfeiern oder Kulturabende mit dem Chor Cantus Wirena der Pandemie zum Opfer gefallen waren.

Dementsprechend kurz fielen auch die jeweiligen Berichte der sieben Abteilungen aus. Dennoch hatte man auch dank neuer Ideen das eine oder andere anbieten können. Das bei den Kindern beliebte Hexenhausbasteln etwa war durch ein von Hartmann und seiner Tochter Sophia produziertes »Tutorial« online abrufbar. Und auch die »Lichter-Fahrt« zu den Wehrheimer Senioren mit einigen illuminierten Traktoren in der Adventszeit war aus der Not geboren. Allerdings gebe es hier für die Zukunft von Behördenseite Probleme, wie Felix Bachmann, Leiter Landwirtschaftliche Abteilung der Landjugend und Initiator des Traktorkorsos, berichtete. Er hoffe für das nächste Mal auf eine Sondergenehmigung, um die Fahrt, die den Senioren so viel Freude gebracht hatte, wiederholen zu können.

Ehrungen für langjährige Treue

Dass der Landjugendverein trotz seines Namens nicht nur für Jugendliche ein attraktives Angebot bereithält, sondern auch den längst erwachsen gewordenen Mitgliedern viele Gründe für lange Treue gibt, zeigte sich bei den Ehrungen. Für zehn Jahre Zugehörigkeit wurden Natalia Dietrich, Judith Emrich, Chiara Kalte, Elea Kaufmann und Lena Moses ausgezeichnet. Für 25 Jahre erhielten Selina und Patrick Hammen, Sophia Hartmann, Miriam Haubold, Elisabeth und Volker Ketter sowie Bernd Winterling eine Ehrenurkunde und -nadel. Mit eingerahmter und mit einem inzwischen historischen Landjugend-Foto aus den 1970er Jahren versehener Urkunde wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft Ernst Baum, Ingrid Jung, Loni Krug und Jochen Sommer geehrt.

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