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Die Auswahl an Pflanzen war nicht groß, zeigt BUND-Vorsitzende Katrin Willkomm.

Trockenheit

Dürre setzt Pflanzenbörse zu

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Die Ausbeute bei der Pflanzenbörse des BUND war in diesem Herbst mager. Schuld daran war die lange Trockenheit, denn wo nicht viel wächst, kann ein Hobbygärtner auch nichts abschneiden und abgeben . . .

Eine halbe Stunde nach dem Start lagen nur noch etwas „Grünzeug“ und zwei Töpfe mit Seerosenstecklingen auf dem Tisch und in der Ecke stand ein Drachenbaum, von dem sich die Besucher der Pflanzenbörse des BUND Ableger abbrechen konnten. In Wasser gesteckt, bis sie Wurzeln ziehen und einpflanzen – dann entstehe am Ende eine Zier fürs Wohnzimmer, erklärte Dietlinde Patommel vom Wehrheimer BUND. „Im Sommer kann er auch raus“, berichtete sie aus Erfahrung. Apropos Erfahrung: Die ist das wichtigste Gut, das die Experten zusammen mit den Stecklingen abgeben. Zum Beispiel den Tipp, den Vorsitzende Katrin Willkomm für eine Hobbygärtnerin hatte: „Lungenkraut kann man auch in schattige Ecken oder unter Bäume setzen. Ebenso die Winterlinge. Sie gehören zu den ersten Blühern im Frühjahr und bringen Farbe in den Garten, wenn alles andere noch trist und grau ist.“

Dass der BUND Pflanzenmarkt in diesem Jahr besonders schnell ausverkauft war, lag zum Großteil an der Trockenheit. Die Pflanzen seien nicht so üppig gewachsen, da gebe es auch nicht viel Überflüssiges zum Abschneiden, erklärt Willkomm. Allerdings: „Astern gab es genug, die gehen immer.“ Immerhin: Auch wenn es weiter an Regen fehlt, sollte es kein Problem sein, jetzt anzupflanzen – allerdings unter einer Bedingung: „Sie müssen sie richtig wässern.“ Ein bisschen Wasser zum Angießen reiche nicht.

Die Vorsitzende hofft auf einen andauernden Landregen, denn nur der könne die Situation entspannen. „In zehn bis zwanzig Zentimetern Tiefe ist der Boden derzeit hart wie Beton.“ Die Infos über Blumen, Sträucher und den richtigen Standorten sowie die Tipps zum Pflanzenbau sind wichtige Aspekte der Pflanzentausch-Börse, die der BUND seit mehr als 30 Jahren immer im Frühjahr und im Herbst anbietet.

Das nächste Mitglieder-Treffen steht am Mittwoch, 10. Oktober, von 19.30 bis 20 Uhr an, und die Bunditen, der Nachwuchs der Naturschutzgruppe, trifft sich am Samstag, 20. Oktober, 14 Uhr. Interessierte können sich bei Almut Gwiasda, Telefon(0 60 81) 5 97 29 anmelden. Wer wissen möchte, ob in seinem Garten eine Renette, ein Gravensteiner oder ein Boskoop Früchte trägt, kann sich bei der Apfelsortenbestimmung, die die BUND-Ortsgruppe zusammen mit dem Pomologenverein am Sonntag, 4. November, von 14 bis 18 Uhr, im Bürgerhaus anbietet, informieren. Weitere Infos unter (Ortsgruppe Wehrheim).

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