HR-Moderator Kai Völker und Gregor Sommer läuten mit dem Abschwimmen den Saisonabschluss im Freibad ein.
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HR-Moderator Kai Völker und Gregor Sommer läuten mit dem Abschwimmen den Saisonabschluss im Freibad ein.

Hochtaunuskreis

Trotz durchwachsenem Sommer: Freibad in Wehrheim entpuppt sich als Renner

  • Thomas Kopp
    VonThomas Kopp
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Das Freibad in Wehrheim war im Sommer ein voller Erfolg: 39.000 Badegäste bescheren der Gemeinde Einnahmen von 125.000 Euro.

Wehrheim - Was war denn das jetzt? Ein durchwachsener Sommer, dazu im zweiten Corona-Jahr pandemisch geprägt, und trotzdem schreibt das Wehrheimer Ludwig-Bender-Freibad nahezu rekordverdächtige Besucherzahlen. Beim traditionellen Abschwimmen zum Abschluss der Badesaison jedenfalls, ist Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) die Freude über die guten Zahlen jedenfalls deutlich anzusehen. Und der Rathauschef kann gleich eine Vielzahl an Gründen aufführen, warum das Bad weit über die Wehrheimer Grenzen hinaus Besucher anlockte.

„Die Besucher haben die pragmatische Vorgehensweise sehr gut angenommen, dass sie ohne vorherige Online-Buchung und ohne Zeitfenster herkommen konnten“, ist Sommer überzeugt. Die Größe des Schwimmbad-Areals mit seinen ausgedehnten Liegewiesen habe dies ermöglicht, auch in Zeiten von Abstands- und Maskenpflicht in den sensiblen Bereichen. So konnten zunächst bis zu 1000 Badegäste eingelassen werden, zwei Wochen nach Öffnung des Bades bereits 1300 gleichzeitig. Zudem habe das Bad verlässlich offen - immer während der Saison. Nur bei Gewitter müssen die Schwimmmeister Ralf Pauly und Manuela Groos Gäste aus dem Becken holen. Hat sich das Unwetter verzogen, kann es weitergehen mit dem Badespaß.

Saisonabschluss im Freibad Wehrheim: Hilfe für Nachbarn geleistet

So auch, wenn Gäste das Bad zwischenzeitlich verlassen und dann wiederkehren wollen. „Während andere Schwimmbäder dann noch einmal Eintritt haben wollen, ist das bei uns ohne weiteres möglich“, sagt Sommer, der seinen großen Dank auch das ganze Team mit den Schwimmmeistern, dem Kassenpersonal mit Angelika Mann und Janos Szabo sowie Verwaltungsmitarbeiter Daniel Eitzeroth und dem gemeindlichen Bauhof richtet.

Und nicht zuletzt ist es auch unbürokratische Hilfe für den Nachbarn, die zu den guten Zahlen geführt haben, über die andere Kommunen im Umkreis nur staunen können. Denn auf dem kurzen Dienstweg wurde allen Dauerkartenbesitzern des Neu-Anspacher Freibads nach dem dortigen Hochwasser die kostenfreie Nutzung des Wehrheimer Bades eingeräumt.

Saison 2021: Mehr als 39.000 Besucher im Freibad Wehrheim

Trotz des verspäteten Starts der Saison am 26. statt am 1. Mai sind so die überaus guten Zahlen mit geschätzten 39.000 Besuchern zustande gekommen. Bereits im Vorverkauf vom 1. März bis 1. Mai wurden 457 Dauerkarten im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung zu ermäßigten Preisen verkauft. Im Laufe der Saison dann noch weitere 283 Dauerkarten.

Durch die späte Öffnung des Freibades im Mai schlägt dieser Monat finanziell aber kaum zu Buche. Dafür der Juni umso mehr. Hier wurden Brutto-Einnahmen von über 60.000 Euro erzielt und damit deutlich mehr als noch vor Corona, wo der Juni 2019 mit 46.000, der Juni 2018 mit 21.000 Euro abschloss. Der Juli und der August waren wetterbedingt schwächer, zusammen wurden hier etwa 31.000 Euro erzielt. Der September steuerte noch einmal 6000 Euro hinzu, so dass insgesamt 124.000 Euro brutto oder 116.000 Euro netto bilanziert wurden. „Der Haushaltsansatz von 105.000 Euro netto konnte damit trotz der Corona-Pandemie erfreulicherweise überschritten werden“, freut sich Sommer.

Freibad Wehrheim 2021: Keine Engpässe bei der Wasserversorgung

Das Geld fließt aber nicht komplett in die arg gebeutelte Gemeindekasse. Neben Personalkosten fallen auch regelmäßige Erneuerungen und Sanierungen an. So ist in der Winterpause der Einsatz des zweiten von insgesamt zwei Schwallwasserbehältern notwendig. Der puffert aus dem Becken abgesaugtes Wasser und gibt es dann an den Filterkreislauf weiter, bevor es gereinigt zurück ins Becken fließen kann. Für Badegäste ist dies mit weniger Geräuschen und Absaugdruck durch die Pumpen verbunden. Der neue Behälter kostet 30.000 Euro.

Engpässe bei der Wasserversorgung habe es in diesem Jahr auch nicht gegeben, sagt Sommer. Und erinnert dabei an die Dürresommer der vergangenen Jahre, wo dies schwieriger gewesen sei.

Abschließend hat er eine Hoffnung: „Nächstes Jahr würden wir gerne wieder am 1. Mai eröffnen.“ Vielleicht dann ganz ohne Corona-Einschränkungen. Doch auf jeden Fall will Sommer das Apfelblütenfest wieder aufnehmen, das nun zwei Jahre in Folge ausfallen musste. „Wir wissen, wie es geht, können das Areal kontrollieren, sodass dem Apfelblütenfest 2022 nichts im Wege stehen dürfte.“ (Thomas Kopp)

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