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Jedem sein ganz persönliches Weihnachtswunder

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Von: Christina Jung

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Umgeben vom DRK-Weihnachtsbär und dem Sack, in dem die Weihnachtswünsche gesammelt werden, freut sich Barbara Voss-Fels vom DRK Wehrheim auf eine erfolgreiche Weihnachtswunschaktion für Bedürftige. Es ist das 15. Mal, dass sie aktiv wird.
Umgeben vom DRK-Weihnachtsbär und dem Sack, in dem die Weihnachtswünsche gesammelt werden, freut sich Barbara Voss-Fels vom DRK Wehrheim auf eine erfolgreiche Weihnachtswunschaktion für Bedürftige. Es ist das 15. Mal, dass sie aktiv wird. © CHRISTINA JUNG

Barbara Voss-Fels und das Deutsche Rote Kreuz starten zum 15. Mal ihre Wunschzettelaktion

Wehrheim -Barbara Voss-Fels ist grundsätzlich ein positiv eingestellter Mensch. Das muss man als aktives Mitglied des DRK Wehrheim auch sein. Nicht allein die Lebensmittelausgabe wird von ihr und ihrem Team betreut. Nein, sie organisiert seit inzwischen 15 Jahren regelmäßig eine Wunschzettelaktion für ihre Klienten.

„Das ist ein kleines Jubiläum“, freut sich Voss-Fels, „und ich hoffe, dass ich mich auch in diesem Jahr wieder auf meine treuen Spender und Kümmerer verlassen kann.“ Denn wenngleich die Zeiten durch Krieg, Energiekrise und Inflation schlechter geworden sind - die Bedürftigkeit der Menschen, die sie betreut, ist weiterhin groß. „Ich möchte, dass jedes Kind ein Weihnachtsgeschenk bekommt“, so das erklärte Ziel.

25 Euro sind der Richtwert

Und damit das persönliche Weihnachtswunder auch wirklich stattfinden kann, sammelt sie Weihnachtswunschzettel ein, auf denen die Kinder, so sie schon schreiben können, ihren Wunsch festhalten können. Wer noch nicht schreiben kann, das Weihnachtswünschen geht mit der Geburt los, kann auch gerne etwas aus einem Katalog oder Prospekt ausschneiden und aufkleben.

Von null bis 14 Jahre reicht die Spannbreite der Kinder, die beschenkt werden sollen. „Aber wir sammeln auch für ältere Geschwisterkinder, denn wir möchten nicht, dass an Heiligabend jemand ohne Präsent dasteht“, betont Voss-Fels. Voraussetzung für die älteren Kinder: Sie müssen noch im Haushalt der Eltern und Geschwisterkinder leben und sollten zur Schule gehen oder kein eigenes Einkommen haben.

Jetzt reden wir über Geld. „25 Euro pro Geschenk, das ist so der Richtwert“, so die Auskunft. Die gewieften Wehrheimer, die schon seit vielen Jahren mit dabei sind, wissen darum und stellen sich darauf ein. Allerdings, darauf muss Voss-Fels immer wieder hinweisen, bleiben Spender und Empfänger anonym. „Es sollte niemand hoffen, dass er angerufen wird oder einen Brief bekommt.“ Dies sei nicht nötig, und sie könne auch keine privaten Kontakte herstellen. Dennoch könne man das Geschenk mit etwas Schokolade oder Gummibärchen verfeinern und so einen weiteren Wunsch erfüllen. Wem 25 Euro zu viel sind, kann sich auch mit anderen zusammentun und so den Wunsch erfüllen. Viele Teilnehmer an der Aktion sind nicht zum ersten Mal dabei, sondern halten der Aktion schon seit vielen Jahren die Treue.

Auch an die Erwachsenen denken

Was gewünscht wird, ist unterschiedlich, aber zumeist sehr traditionell. „Die Jungen wünschen sich Autos, Bagger, Traktor. Die Mädchen wollen Puppen von Disney wie Elsa“, so die Erfahrung.

Wem der Aufwand des Einkaufens zu beschwerlich ist, kann auch gerne etwas spenden. Die Kontonummer findet sich in der Infobox. Auch die Erwachsenen sollten etwas für die Festtage bekommen. Hier setzt die DRK-Frau auf Sachspenden wie Kaffee, Tee, Butter, Eier oder Käse. „Sehr beliebt sind auch Einkaufsgutscheine für die lokalen Supermärkte, und sie haben den Vorteil, dass man nichts schleppen muss“, erklärt Voss-Fels. Auch Hygieneartikel wie Seife, Duschgel oder Zahnpasta werden gerne genommen und weiter gereicht.

Seit 15 Jahren ist Voss-Fels alljährlich damit beschäftigt, Wünsche erfüllen zu lassen. „Ich habe mit 30 Wunschzetteln angefangen, inzwischen geht es hoch bis zu 70 Stück im Jahr“, hat sie gezählt. Das macht nach Adam Riese annähernd 900 Wünsche, die erfüllt werden konnten. „Ich möchte, dass jeder sein ganz persönliches Weihnachtswunder erleben kann“, betont Voss-Fels und weiß, dass gerade jetzt, wo auch viele Ukrainer auf Hilfe angewiesen sind, die Hoffnung auf diese Aktion gerichtet ist. „Ich wünsche mir, dass wieder viele mitmachen. Das ist mir der größte Lohn und die größte Freude.“

Wer Interesse hat, kann am 29. November, am 6. oder 13. Dezember im DRK-Pavillon in der Schulstraße vorbei schauen. Barbara Voss-Fels ist von 17 bis 18 Uhr da. Wer möchte, kann auf das Konto bei der Frankfurter Volksbank, IBAN DE78 50 1900 0000 0520 2000, Stichwort „Weihnachten 2022“ etwas spenden. Voss-Fels ist telefonisch unter der Handy-Nummer (01 72) 6 10 66 29 für Fragen erreichbar. VON CHRISTINA JUNG

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