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Mit 15 Jahren schon ein erfolgreicher Kunstflieger: Maximilian Sacha mit seiner Extra 300 X.

Modellflug

Kunstvolle Pirouetten am Himmel vor der Feldberg-Kulisse

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Die Schlink oberhalb Wehrheims war am Wochenende Treffpunkt für Modellflug-Piloten und ihre ferngesteuerten Flugzeuge. Vor der prächtigen Kulisse des Feldbergs präsentierten die Mitglieder der Fliegergruppe Hochtaunus ihr Können.

Düsenjäger mit Gasturbinenantrieb donnerten im Tiefflug über die Schlink hinweg. Nur wenig später erfüllte der satte Sound aus dem Sternmotor eines alten Messerschmitt Doppeldeckers die flirrende Sommerluft über dem Plateau zwischen Pfaffenwiesbach und Wehrheim.

Auch Torsten Möckel ließ per Fernsteuerung seinen windschnittig elegant geformten Kunstflugsegler vom Typ Swift S-1 mit enormer Spannweite über die Köpfe der begeisterten Zuschauer hinwegziehen und am Taunus-Himmel Pirouetten drehen. Die Darbietungen der Modellflug-Piloten der Fliegergruppe Hochtaunus faszinierten am Wochenende mehrere hundert Zuschauer.

Nachdem ein Bonbon-Bomber von der Startbahn abhob und seine süße Last abregnen ließ, zogen viele Kinder mit ihren Eltern auf die benachbarte Wiese und waren beim Bonbon-Suchen glücklich und zufrieden. Den

Traum vom Fliegen

haben alle Vereinsmitglieder der Fliegergruppe Hochtaunus tief in sich verankert und wollen vor allem Jugendliche mit begeistern.

„Eigentlich habe ich vor vielen Jahren einen Drachen- und Gleitfliegerschein auf der Wasserkuppe gemacht“, berichtet Torsten Möckel. „Nachdem wir Kinder bekommen hatten, bin ich gerne dem Wunsch meiner Frau nachgekommen und hab die richtige Fliegerei an den Nagel gehängt. Den Traum des Fliegens habe ich mir aber durch die Modellflugzeuge lebendig gehalten.“

Der leidenschaftliche Virus für die Fliegerei hat alle Mitglieder der Fliegergruppe Hochtaunus irgendwann einmal infiziert. Bei Patrick Flinch war das bereits im Alter von zehn Jahren. Fasziniert von den tollkühnen Kunststücken, die die Modellflug-Piloten mit ihren Jets an den Himmel über Wehrheim zauberten, stieg der heute 29-Jährige seinerzeit in die Jugendgruppe ein. „Mit 17 habe ich den richtigen Pilotenschein für Mann-tragende-Flugzeuge in der Flugschule in Reichelsheim gemacht“, berichtet der einstige Jugendsprecher und Jugendleiter. Heute lebt er nach seinem Studium in der Wetterau, kommt aber als Vereinsmitglied immer noch regelmäßig an den Wochenenden auf die Schlink.

Dort fachsimpelt er gerne auch mit Maximilian Sacha. Der 15-Jährige gehört heute der Jugendgruppe an. Bereits in jungen Jahren hat der Neu-Anspacher an der Nachwuchs-Europameisterschaft der Modellflieger teilgenommen und dabei den mehr als beachtlichen dritten Platz belegt.

Die Fliegergruppe Hochtaunus wurde bereits 1964 gegründet. Vor allem die Förderung des Modellflugsports steht im Mittelpunkt und die Mitglieder möchten die Jugend für das Hobby begeistern. Wer in das Hobby reinschnuppern möchte, kann sich an Jugendleiter Mario Dore wenden, der unter (0 60 81) 44 90 04 zu erreichen ist.

Jeden ersten Donnerstag im Monat trifft man sich ab 20 Uhr in Neu-Anspach/Westerfeld im Gasthaus Velte. Interessierte sind jederzeit eingeladen und können sich dabei über den Verein informieren. Natürlich kann man auch eine Mail senden an info@fliegergruppe-hochtaunus.de.

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