Wehrheimer Nabu

Der Naturschutzbund ist immer im Dienste der Natur

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Der Wehrheimer Nabu hat schon einige Großprojekte erfolgreich umgesetzt. Doch um Großes zu leisten, muss es im Kleinen funktionieren. Und das tut’s – weil der Verein äußerst breit aufgestellt ist.

Bemüht man das gängige Bild vom „Leuchtturmprojekt“ auch für die Aktivitäten des Wehrheimer Ablegers des Naturschutzbundes (Nabu) – man könnte das Apfeldorf direkt an einer tückischen Steilküste verorten – so viele „Leuchttürme“ sind dort in den vergangenen Jahren entstanden.

Von den großen Vorhaben und den anschließenden Erfolgen – zu erwähnen sei unter anderem die Renaturierung des Bizzenbachs oder die aktuelle Umwandlung eines alten Reitplatzes am Obernhainer Weg zu einem Biotop – hört, sieht und liest man viel.

Doch die Aktivitäten der Naturschützer sind breiter aufgestellt und fußen auf einem regelmäßigen Engagement für die Natur. So sind Nabu-Mitglieder immer samstagvormittags – bis auf wenige Ausnahmen im Jahr – für eines ihrer Projekte im Einsatz, sonntags wird regelmäßig gewandert, und regelmäßig gibt’s Informationsveranstaltungen.

Am Sonntag, 28. Oktober, soll beides miteinander verbunden werden, wenn sich Interessierte um 10 Uhr am Parkplatz am Bahnübergang Obernhainer Weg treffen, um sich über die Nabu-Schutzgebiete im Erlenbachtal (Feldgehölz Wolfskehl, Erlenbachaue Wolfskehl, Weltes, Saalborn und Oberweltes) zu informieren.

Ein weiteres Beispiel für die Bandbreite ist die Jugendarbeit, die eine wichtige Säule des Vereinslebens bildet. Am morgigen Samstag, 8. September, ist die „Naju“, die Naturschutzjugend, wieder aktiv. Sie hilft den Großen dabei, den derzeit wasserarmen Tümpel in den Auwiesen zu entkrauten. Das ist nötig, damit der Tümpel weiter ein Tümpel bleiben kann und nicht irgendwann komplett verlandet. Solche doch auch anstrengende Arbeit macht vor allem dann Spaß, wenn man weiß, was und warum man es macht. Deswegen wird spielerisch viel Wissen vermittelt.

Dabei ist nicht jeder Termin gut besucht. So hatten einige Jugendliche für die Aktion „Insektensommer“ im August abgesagt. Diejenigen, die kamen, erlebten einige Überraschungen.

„Sie haben eine Stunde lang Insekten gesucht, bestimmt und dokumentiert“, erzählt Jutta Pfetzing. Dabei hilft die Neugier der jungen Forscher gleich dem ganzen Nabu. „Die Ergebnisse werden dann über eine App per Handy an den Nabu geschickt.“ So bilden die Beobachtungen der Jugendlichen einen kleinen Mosaikstein in der doch umfangreichen Bewertung des hiesigen Artenreichtums.

Die Arbeiten der Naturschutzjugend sind vielfältig: Hecken, Bäume und Büsche werden gepflanzt, außerdem helfen die Mitglieder dabei, die Wiesen zu mähen, Zäune zu reparieren. Altholz- und Steinhaufen aufzuschichten und Nistkästen aufzuhängen.

Was der Wehrheimer Naturschutzbund alles auf die Beine gestellt hat, findet auch außerorts Beachtung. So hatten die Wehrheimer Anfang des Monats Gruppen aus Hundsangen und Hadamar zu Besuch. Die beiden Orte liegen zwar keine fünf Kilometer auseinander, aber in verschiedenen Bundesländern – Hessen (Hadamar) und Rheinland-Pfalz (Hundsangen).

Über 30 Mitglieder der beiden Gruppen reisten gemeinsam mit einem Reisebus ins Apfeldorf und ließen sich durch das Bizzenbachtal bis hinauf an die Binsenwiesen führen, bevor es zum Abschluss in den Hessenpark ging.

Natürlich sucht der Nabu immer weitere tatkräftige Helfer aller Altersklassen. Bei allen Naturschutzeinsätzen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene mitmachen, besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Interesse und Freude daran, etwas für die Natur zu tun, reichen völlig aus.

Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, kann sich auf der Homepage informieren und erreicht Jutta Pfetzing, die für den Mitgliederservice zuständig ist, telefonisch unter (0 60 81) 5 70 00. Per E-Mail gibt’s Kontakt zum Nabu unter info@nabu-wehrheim.de.

Wer Interesse an spontaner Projektarbeit hat und mithelfen will, erfährt bei Wolf Dieter Herrmann, Telefonnummer (0 60 81) 5 97 40, wo man sich trifft, was man am besten mitbringt und was einen erwartet.

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