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Neue Zahlen zum »Roten Rathaus«

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Der Geschichtsverein ist einer der drei Nutzer des Alten Rathauses in Wehrheim. Hier sind sechs Arbeitsplätze für die Ehrenamtlichen und das Archiv eingerichtet. FOTO: SCHMAH-ALBERT © Ingrid Schmah-Albert

Wehrheim (sai). Mit einer sogenannten »Kleinen Anfrage« wollten die Grünen bei der Sitzung des Gemeindeparlaments am Ende der vorvergangenen Woche konkrete Zahlen zum Alten Rathaus genannt bekommen, damit sich sowohl die Gemeindevertreter als auch die Bürgerinnen und Bürger ein Bild von der derzeitigen Situation machen können, wie es in der Begründung der Anfrage heißt.

Schließlich seien die Kosten und die Nutzung des Alten Rathauses seit geraumer Zeit Thema in der öffentlichen Diskussion.

Zwar rügte Parlamentsvorsteher Frank Hammen (CDU), dass es mit 14 Fragen keine »kleine« Anfrage mehr sei, wurden die Fragen von den jeweiligen Fachkräften in der Verwaltung beantwortet und nun öffentlich vorgetragen. Demnach wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 81 800 Euro an Unterhaltskosten aufgewendet, davon entfielen rund 25 650 Euro allein für Instandhaltungsmaßnahmen. Dem stehen Einnahmen durch die Überlassung der Räumlichkeiten an verschiedene Nutzer, wie zum Beispiel den Geschichts- und Heimatverein, in Höhe von 3480 Euro jährlich gegenüber, wobei es sich um keinen konkreten Mietzins handelt, sondern eine pauschale Zahlung für die Nutzung und eine Betriebskostenumlage sei, wie Bürgermeister Gregor Sommer ausführte.

Keine finanziellen Nebenabsprachen

Von den rund 161 Quadratmetern Nutzfläche des Alten Rathauses bestehen derzeit für rund 123 Quadratmeter Nutzungsverträge mit drei Nutzern, außerdem werde eine Abstellkammer von rund zwei Quadratmetern unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde selbst nutze das historische Rathaus als Standesamt (rund 38 Quadratmeter). Auf die Frage, ob es Nebenabsprachen mit Nutzern, etwa auf Basis von Gegenleistungen für die Nutzung gebe, verneinte er Absprachen in Geldwert und verweist auf solche Vereinbarungen, wie sie üblicherweise in Hausgemeinschaften getroffen werden, wie etwa die Durchführung des Winterdienstes oder die Reinigung der gemeinschaftlich genutzten Küche, Toilette und des Treppenhauses.

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