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Jana Sibold und Sohn Marc (von links), Marktleiter Ralf Tangermann, Christine Schade mit Sohn Simon und Rewe-Mitarbeiterin Gaby Neureither bei der Spendeübergabe für den Spielplatz. 

Ein Anfang ist gemacht

Mehr Spielplätze für Wehrheim

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Bürger, die sich selbst darum kümmern, dass ein Spielplatz in ihrer Nähe verbessert wird, hat die Gemeinde gerne. Wenn es dann noch andere gibt, die dafür spenden, ist eine Erneuerung noch schneller zu erreichen.

Wehrheim –"Klein, aber oho" soll er werden, der Spielplatz an der Franzensbader Straße. Nachdem die Kinder der "Eingeplackten", die vor fast 20 Jahren den Platz aufpoliert hatten, erwachsen geworden sind, hat jetzt ein Generationswechsel stattgefunden, und die Zahl der kleinen Kinder, die in der Umgebung wohnen, ist riesig.

Ihre Eltern möchten, wie einst die Eingeplackten, etwas für die Gemeinschaft und die Spielmöglichkeiten ihrer Kinder tun, den Spielplatz erneuern und Paten werden. "Leider ist der Spielplatz lieblos, unattraktiv, rudimentär ausgestattet und in die Jahre gekommen, die Geräte sind über 15 Jahre alt", hat die Initiative festgestellt. Die Eltern sind bei der Gemeinde vorstellig geworden und haben schon erste Ideen entwickelt. "Für die neuen Spielgeräte wurden die Schwerpunkte ,Zusammen' sowie ,Klettern und Balancieren' gewählt", berichtet Jana Sibold, eine der Sprecherinnen.

Gemeinde sagt Hilfe zu

Die Gemeinde habe ihre Hilfe im Rahmen allgemeiner Verbesserungsmaßnahmen für Spielplätze zugesichert, aber die Eltern möchten auch selbst aktiv werden. Sie haben schon erste Geräte ausgesucht, wie etwa einen Kletterturm, eine Spielkombination mit Rollenbahn-Rutsche, Hüpfpilze, eine Balancierraupe, ein Stelzenparcours, ein Sitz-Karussell und einen Backtisch. Eine Sitzgruppe für die Eltern darf natürlich auch nicht fehlen.

Die Eltern wissen, dass eine solche Runderneuerung nicht auf ein Mal möglich ist, hoffen aber, dass Anfang nächsten Jahres die ersten Spielgeräte genutzt werden können. Sie legen dabei aber die Hände nicht in den Schoß und warten, bis die Gemeinde Mittel zur Verfügung stellt, sondern werden selbst aktiv. Jana Sibold hat den Rewe-Marktleiter Ralf Tangermann auf eine Spendenmöglichkeit angesprochen, und dieser war bereit, den Erlös aus dem Würstchenverkaufs anlässlich der Neueröffnung des Marktes zur Verfügung zu stellen. "Solche Wehrheimer Initiativen muss man unterstützen." Umso mehr, wenn es um die Verbesserung von Angeboten für Kinder gehe. Schließlich sei Rewe im Apfel-dorf eng mit seinen Kunden verbunden.

Mitarbeiterin Gaby Neureither hatte Kontakte geknüpft, denn als Oma weiß sie genau, wie wichtig Spielmöglichkeiten für die Kleinen sind und "Am Ried" selbst erfahren, was Privatinitiativen ausrichten können.

Fest geplant

Jetzt haben der Marktleiter und seine Mitarbeiterin den Erlös von 733 Euro an Jana Sibold und Christina Schade übergeben, und damit die Spielplatzinitiative für ihren Einsatz ein Stück weit belohnt.

Am Sonntag, 1. September, soll das erste Spielplatzfest stattfinden, bei dem mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen und der Möglichkeit zu spenden, weiteres Geld eingenommen werden soll. Für Ralf Tangermann ist klar, dass er auch dabei sein wird. Wer die Spielplatzinitiative unterstützen möchte, kann sich bei Jana Sibold unter der Telefonnummer (01 57) 57 45 33 98 oder Christine Schade unter (01 78) 3 16 21 99 informieren oder Geld auf das Spendenkonto der Gemeinde Wehrheim bei der Taunus Sparkasse, IBAN: DE 08 51 25 00 00 00 39 00 02, unter dem Stichwort "Spielplatz Franzensbader Straße" einzahlen.

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