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Aufgeregt sind sie, denn jetzt geht es gleich los: Die Abc-Schützen warten auf ihren ersten Gang in ihre Klasse. 

Das neue Schuljahr

Lachen ist ausdrücklich erlaubt

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  • Gerrit Mai
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An der Limesschule nimmt Rektorin Katharina Lommel-Mank den Neulingen die Aufregung. Für die Abc-Schützen der Limesschule hat Bürgermeister Gregor Sommer bei der Einschulungsfeier eine gute Nachricht.

Wehrheim – Der Schulgeist war's. Er hat alle vorbereiteten Instrumente und sogar das Klavier hinter dem Vorhang versteckt. Deshalb dauert die Einschulungsfeier der Vorklasse und der 1a an der Limesschule in Wehrheim ein bisschen länger. Aber die Schüler mit ihren Tüten, teilweise fast so groß wie sie selbst, die Eltern, Geschwister, Großeltern und Paten warten geduldig.

Die Schüler sind ein bisschen aufgeregt, aber Schulleiterin Katharina Lommel-Mank auch. Das gibt sie bei der Begrüßung ganz offen und ehrlich zu. Auch für sie seien Einschulungen etwas Besonderes, auch wenn sie es schon mindestens 20 Mal erlebt habe.

Chefin stellt sich vor

Die zweiten Klassen, die im vergangenen Jahr aufgeregt in den ersten Reihen saßen, sind in diesem Jahr für das Programm zuständig. "Sie haben das erste Jahr schon überstanden, und es war gar nicht so schlimm", macht die Schulleiterin den Neuen Mut. Nachdem sie das Begrüßungslied gesungen haben, entspannen sich die Abc-Schützen, und Katharina Lommel-Mank berichtet vom Schulalltag und davon, dass es kein Problem sei, wenn ein Schüler ihren Namen nicht gleich behalten könne. Schmunzelnd erzählt sie: "Manche sagen einfach ,Chefin', das ist auch in Ordnung."

Die Chefin hat aber auch eine Vertreterin, die zuständig ist, wenn sie mal nicht zu greifen ist. Als solche stellt sie Konrektorin Bettina Hergett vor. Für Bauchweh, verpasste Busse und andere Probleme sei Ursula Spaniol zuständig, stellt die Rektorin die Schulsekretärin vor. Schließlich müssen die Schüler wissen, wer ihnen in der neuen Umgebung helfen kann.

Schüler und Eltern warten gespannt auf die Einteilung der Klassen.

Die Kinder haben ihre Schultüten mitgebracht, aber von der Schule bekomme jede Klasse auch noch eine, versichert die Schulleiterin. Gefüllt mit Dingen, die sie für die Schule brauchen, aber auch mit etwas Süßem, einem Apfel und vielen guten Wünschen.

Lommel-Mank erzählt, dass in der Limesschule viel Wert auf Musik und Sport gelegt wird, und das machen schon die Darbietungen deutlich. Das Motto der Limesschule: "Wir entdecken, leben, lernen und lachen miteinander", werde ernst genommen. Er werde daher auch viel gelacht: "In der ersten Stunde geht's ruhig zu, dann machen wir erstmal eine Pause."

Kind entwickeln lassen

Die Zweitklässler mimen auf der Bühne mit musikalischer Begleitung alle Buchstaben des Alphabets. Und das Schulorchester unter Leitung von Thomas Frömming und Almut Rödel, in welchem Schüler aus den zweiten, dritten und vierten Klassen musizieren, gibt eine Kostprobe ab.

Einer der Gäste ist Bürgermeister Gregor Sommer (CDU), und der hat gleich eine gute Nachricht: "In 33 Tagen sind Herbstferien." Er habe es genau nachgerechnet.

Sommer gibt zu, dass er nicht immer ein begeisterter Schüler war, und dass Sport und Musik nicht so ganz sein Ding waren. Sein erster Schultag sei der 1. August 1972 gewesen, also vor bald 50 Jahren.

Der Rathauschef hat für jedes Kind eine Brezel mitgebracht, aber auch sein Zeugnisheft: mit gelbem Umschlag, wie es seine Mutter für ihn eingepackt hatte. Seine Noten seien nicht nur prickelnd gewesen. "Aber es haben nicht nur Schüler mit Abitur eine Chance", gibt er zu bedenken. Im Handwerk gebe es viele schöne und wichtige Berufe.

Sommer schreibt den Eltern ins Stammbuch: "Lassen Sie Ihr Kind sich entwickeln. Es muss nicht in der ersten Klasse feststehen, dass es Abitur machen soll."

Einschulung in Weilrod 

Auch an den drei Weilroder Schulen hatten die neuen Schüler gestern ihren ganz großen Tag. In der Grundschule im Weiltal in Rod an der Weil begann für 16 Mädchen und 18 Jungs der ersten Klassen der Ernst des Lebens.

Nach dem Gottesdienst in der Kirche von Rod an der Weil begrüßte Schulleiterin Claudia Baumann die Erstklässler, und die wurden auch von den anderen Schüler herzlich in Empfang genommen. Dann folgten die aufgeregten Schulanfänger ihren Klassenlehrerinnen Claudia Anduleit und Karla Winkler zum ersten Unterricht.

Jacy (von links), Tobias und Matisse starten mit unterschiedlichen Gefühlen in den ersten Schultag in der Grundschle am Sommerberg in Riedelbach.   

In der Grundschule am Sommerberg starten in diesem Jahr 44 Erstklässler in das Abenteuer Schule. Ihre Vorgänger machten es ihnen leicht. Sie begrüßten die Neuen mit dem Sommerberglied. Und weil die Frischlinge gleich mutig mitsangen, war die erste Hürde schnell geschafft. Die dritten Klassen führten für die Neuen noch ein lustiges Theaterstück rund um den Buchstabensalat auf, der sich dann zu einem "Herzlich Willkommen in der Schule" auflöste. Wer aufpasste, welche Bedeutung den Buchstaben zugeschrieben wurde, der bekam schon einen Vorgeschmack auf lustige Lehrer und darauf, dass das Lernen Spaß machen wird.

Da die Stelle der Schulleitung an der Grundschule am Sommerberg derzeit nicht besetzt ist, begrüßte Anette Rinker, die Klassenlehrerin in einer dritten Klasse ist, die neuen Schüler, ihre Eltern, Großeltern, Geschwister und auch Freunde. Sie machte den Erstklässlern Mut für das, was vor ihnen liegt: "Ihr werdet hier zusammen lernen, spielen und Neues entdecken." Zum ersten Schultag folgten die Kinder der 1a ihrer Klassenlehrerin Friederike Wauch und die der Klasse 1b Meike Knörr, die neu an der Schule ist.

"Mein erster Schultag", das galt auch für die neue Konrektorin Simone Oberstadt, die eng mit Claudia Baumann von der Nachbarschule in Rod an der Weil als kommissarische Leiterin zusammenarbeiten wird und wie die Schüler ihre Schule erst einmal kennenlernen muss.

An eine neue Schule müssen sich auch die Fünftklässler der Max-Ernst-Schule in Riedelbach gewöhnen. Schulleiterin Ramona Ondrovic begrüßte 54 Neue. Die Hauptschulklasse hat als Klassenlehrerin Jessica Weil. Die beiden Realschulklassen übernehmen Hans-Joachim Telemann und Clara Ihlein.

Die Fünftklässler müssen jetzt erst einmal in den Schulalltag hineinwachsen. Für die neunte Hauptschulklasse beginnt mit dem Anfang des Schuljahres gleich das Betriebspraktikum. Zwei Wochen später haben die Schüler der achten Hauptschulklasse ihre Praxiswoche und werden danach jeden Mittwoch ein halbes Jahr lang einen Praxistag absolvieren. evk

Die Limesschule hat am gestrigen Dienstag 85 neue Schüler bekommen. Zwölf werden in der Vorklasse von Simone Schroers-Blumer unterrichtet, und 75 weitere Erstklässler verteilen sich auf die Klassen 1a bis 1c. Nachdem Monika Bernard in Pension gegangen ist, gibt es mit Christine Gerlach eine neue Lehrerin. Sie ist für die Klasse 1a zuständig. Evelyn Baldt leitet die Klasse 1b und Marianne Schmidt-Focke die Klasse 1c. mai

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