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Cantus Wirena freut sich über die Spende von Diana Hellbusch (links), mit der unter anderem ein Flügel finanziert werden soll. 

Beflügelte Musik 

Neuer Konzertflügel für Cantus Wirena 

Der Chor Cantus Wirena kennt keine Pause. Im Gegenteil: Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Und das soll den Sängern nicht nur ein neues Konzert, sondern auch ein neues Musikinstrument bescheren.

Wehrheim – Singen ist ein ungefährliches Hobby, darüber sind sich die Sänger allerorts einig. Die einzige wirkliche Gefahr: Singen ist ansteckend.

Von dieser Leidenschaft für das Singen, für das man übrigens nur das kleinste Musikinstrument der Welt - die Stimmbänder - braucht, ist auch Diana Hellbusch erfasst. Die 77-jährige Wehrheimerin singt bereits seit fast 40 Jahren im Wehrheimer Chor Cantus Wirena.

Wehrheim: Singen im Cantus Wirena

"In diesem Chor zu singen, ist schon immer mein liebstes Hobby", berichtet die Sängerin im Gespräch mit dieser Zeitung. Dass sie ungern die Proben oder gar Konzerte verpasse, habe in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, "dass mein Mann an den Probentagen immer früher nach Hause kam, damit ich zum Singen gehen konnte". Inzwischen sind die Kinder längst aus dem Haus, aber Diana Hellbusch ist dem Singen treu geblieben. Auch als ihr Sehvermögen begann, schwächer zu werden, blieb sie dabei. "Ich konnte den Text zu den Liedern nicht mehr erkennen, aber ich hatte ja die Noten", sagt sie schmunzelnd. Doch mittlerweile ist ihre Sehschwäche weiter fortgeschritten, "und jetzt kann ich auch die Noten nicht mehr gut sehen", sagt sie bedauernd. Ein Singen rein nach Gehör habe sich zunehmend als schwierig erwiesen, weshalb sie sich nun entschied, aus dem aktiven Chorleben auszuscheiden. "Ich war noch mit in Irland, weil das etwas ganz Besonderes war", sagt sie ein wenig wehmütig. Doch nun sei es an der Zeit, zu gehen. 

Würdiger Abschied

Zu ihrem Abschied macht sie ihren Mitsängern allerdings ein großes Geschenk. 500 Euro überreicht sie an die Vorsitzende Kerstin Mony und an den Kassierer Guntram Löffler zweckgebunden für einen neuen Flügel. "Das soll der Startschuss für unsere Sammlung für das Instrument sein", erklärt Mony. Zwischen 7000 und 9000 Euro kostet ein solches Instrument, mit dem Chorleiter Mark Opeskin künftig den Ton angeben soll. "Das bisherige Instrument ist deutlich in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden", sagt Mony. Auch die Einnahmen aus den beiden geplanten Konzerten 2020, zu denen der Chor die anspruchsvollen Jahreszeiten von Joseph Haydn einstudiert, sollen dazu verwendet werden. Alle 14 Tage kommen für dieses Werk auch noch Projektsänger zu den Proben hinzu. Wer den Chor unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto bei der Frankfurter Volksbank, IBAN: DE55 501 900 00 600 143 7737, tun.

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