Es ist wichtig, dass Stabhochspringer wie Max Lehl in Wehrheim wieder trainieren können.
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Es ist wichtig, dass Stabhochspringer wie Max Lehl in Wehrheim wieder trainieren können.

Wehrheimer Vereine

Nach Corona: So geht es bei Vereinen im Taunus weiter

  • vonGerrit Mai
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Der Sportbetrieb im Taunus kann nach der Corona-Pause nur langsam wieder Fahrt aufnehmen, weil Vereine wie die TSG Wehrheim mit unterschiedlichen Auflagen umgehen müssen.

  • Wehrheim: Sport im Taunus wird noch lange unter der Corona-Krise leiden
  • Corona-Auflagen und finanzielle Ausfälle belasten TSG
  • Erste Sportarten starten das Training im Taunus

Wehrheim - Die Turn- und Sportgemeinde (TSG) Wehrheim hat mit Edgar Gutsche einen „Corona-Beauftragten“. Er arbeitet eng mit Verein und Gemeinde zusammen, und hat immer die neuesten Informationen vom Kreis. Wenn eine Abteilung mit dem Training starten möchte, braucht sie sein Plazet, berichtet Vorsitzender Thomas Wagner.

In allem gebe es Ansprechpartner für Gutsche, die mit ihm gemeinsam ein Konzept erstellen. Im Moment sieht das mit dem Sport in der TSG aber noch eher mau aus.

Corona im Taunus: Pilates und Aerobic bei der TSG Wehrheim wieder möglich

Im Sportlerheim am Oberloh ist Pilates und Aerobic zwar wieder möglich, aber mit begrenzter Teilnehmerzahl, genauer Auflistung und der Einhaltung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Die Sporthalle der Limesschule sei vom Hochtaunuskreis für alle Kinder unter zwölf Jahren indes noch nicht freigegeben. Dafür hat Wagner Verständnis. Wenn Kitas und Schulen geschlossen seien, könnten die Kinder nicht nachmittags zum Sport gehen. Dennoch blutet dem Vorsitzenden das Herz, wenn er sieht, wie sehr gerade den Kleinen ihr Sport und die Gemeinschaft der Gruppe fehlen.

Die Leichtathletik-Abteilung fahre ihren Betrieb langsam wieder hoch. Das sei für Spitzensportler wichtig, aber auch mit großem Aufwand verbunden, alle Bedingungen zu erfüllen, gibt Wagner zu Bedenken: „Um die Stabhochsprunganlage zu desinfizieren, braucht man eine große Spritze.“

Die TSG hat aber noch ein anderes Problem: Mit dem Ausfall des Beach- und Fun-Turniers brechen Einnahmen weg, die kaum zu kompensieren sind; nicht zu vergessen die sport-soziale Sicht.

Corona im Taunus: TSG-Ehrenamtliche müssen Verständnis zeigen

Das Beachturnier fördere Kontakte zwischen den Abteilungen, aber auch Verbindungen zu befreundeten Sportlern in ganz Deutschland. „Es ist immer ein Highlight im Jahr.“ Das Gleiche gelte für die Rocknacht der Handballer, die ebenfalls abgesagt werden musste. Die SG Wehrheim/Obernhain und die TSG setzen auf das Verständnis ihrer Mitglieder, um diese außergewöhnliche Situation zu stemmen. Wagner ist sicher, dass das gelingt, denn: „Wir haben viele engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter.“

Die Tennisanlage in Obernhain hat wieder geöffnet, und auch Doppel sind erlaubt. Die Duschen bleiben zwar gesperrt, aber die Trattoria hat mit den für die Gastronomie üblichen Einschränkungen geöffnet. Jetzt sogar sieben Tage in der Woche, um den Verlust auszugleichen. Wettkämpfe müssen indes nach wie vor ausfallen, ob die Medenrunde wie geplant starten kann, ist noch nicht sicher, berichtet Vorsitzender Jens-Michael Otte.

Beim Turnverein Obernhain (TVO) sieht das anders aus. Auch, wenn die Abteilung ihr Training wieder aufnehmen könnte, sei das bis auf die Badminton-Spieler und die Abteilung Show und Tanz vorerst nicht der Fall, erklärt Vorsitzender Lars Berger. Beide Abteilungen trainierten mit dem nötigen Abstand.

Corona im Taunus: Umkleiden und Duschen bleiben bei der TSG Wehrheim geschlossen

Die Walker und Nordic-Walker hätten ihren Sport auch aufgenommen, denn im Freien zu laufen sei kein Problem. Für andere Sportarten stehe der Aufwand, um sichere Voraussetzungen zu schaffen, in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Wer in die Halle möchte, muss ein schlüssiges Konzept vorweisen, das den Bestimmungen zur Verminderung der Ausbreitung des Covid-19-Virus entspreche. Umkleiden und Duschen seien nach wie vor geschlossen.

Auch für Walter Simon, den Vorsitzenden der Turn- und Sportgemeinde (TSG) Pfaffenwiesbach, gilt: „Sicherheit geht vor.“ Deshalb spielen und trainieren die Fußballer der Spielgemeinschaft Wehrheim/Pfaffenwiesbach derzeit noch nicht. Anders als die Fitness-Gymnastik. Ihnen stehe anstelle nur der Hälfte, jetzt die ganze Halle zur Verfügung - Platz genug, um Abstand zu halten. Ebenso sei das beim Tischtennis. Kinder müssen auch in Pfaffenwiesbach noch warten, bis Kitas und Schulen wieder geöffnet sind. Informationen gibt es auf den jeweiligen Internetseiten der Vereine. 

Gerrit Mai

Turniertänzerin Vanessa Franz aus Wehrheim lässt sich von Corona nicht ausbremsen: Sie übt da, wo Platz ist – und hat deshalb sogar manchmal Publikum.

Der Freizeitpark Lochmühle in Wehrheim hat wieder geöffnet. Großer Andrang herrscht aber noch nicht.

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