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Weichen die Skulpturen einem Verteilerkasten?

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Wehrheim (sai). Sollte der Ausbau mit Glasfaser in Wehrheim kommen, so wird ein Verteilerkasten genau vor die Stelle am Bürgerhaus errichtet werden müssen, wo die Kunst-Installation mit dem Skulpturen-Ensemble des Wehrheimer Künstlers Frank Pompé geplant ist. Das teilte Ortsvorsteher Stefan Velte (CDU) bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung mit. Dieser Standort sei vonseiten der Deutschen Glasfaser nach eingehender Prüfung als zwingend nötig genannt worden.

Einen alternativen Standort für die Skulpturen-Gruppe und des vorgesehenen Bankrondells möchte das Gremium allerdings noch nicht einplanen, denn es sei noch sehr ungewiss, ob überhaupt der Glasfaserausbau realisiert werde, so Velte weiter. Denn dafür müssten 40 Prozent der Haushalte einen (Vor-)Vertrag mit der Deutschen Glasfaser geschlossen haben.

Allerdings seien erst 20 Prozent (Stand: 11. 3.) in der Gesamtgemeinde Wehrheim erreicht, wobei die Nachfragebündelung in den Ortsteilen Pfaffenwiesbach und Friedrichsthal höher lägen, in der Kerngemeinde aber erst im einstelligen Prozentbereich lägen, teilte Ulla Gräfe (CDU) vom Gemeindevorstand mit. Die Frist für die Nachfragebündelung läuft noch bis zum 9. April. Ausführlich diskutierte das Gremium und sprach sich dann parteiübergreifend für den Glasfaserausbau als »Zukunftstechnologie« mit großen Standortvorteilen nicht nur, aber besonders für das Gewerbe, aus. Ob aber die notwendigen 40 Prozent überhaupt erreicht werden und somit der Ausbau und damit auch der Verteilerkasten kommen, sei unsicher. Sollte es innerhalb der Frist nicht gelingen, so hofft der Ortsbeirat auf eine Fristverlängerung, ähnlich wie dies für Hausen und Westerfeld erfolgreich angeboten wurde.

Das Ausbau-Vorhaben der Deutschen Glasfaser unterstützt die Gemeinde und weist auf ihrer Homepage sowohl auf die Kontaktdaten der Berater als auch auf das Info-Mobil hin, das jeden Donnerstag in der Wehrheimer Mitte von 16 bis 18 Uhr steht.

Zum Thema innerörtliche Bebauung teilte Gräfe mit, dass in dem Gebäude Ecke Am Stadttor/Bahnhofstraße, wo unter anderem früher der Schlecker-Markt war, ein neues Bürohaus entstehen soll. Der Befürchtung beim Begriff »Bürohaus«, es könne sich um ein überdimensioniertes Hochhaus handeln, entgegnete Gräfe, dass die Gebäudehöhe der bisherigen entsprechen werde.

Bei der Wahl eines Ortsgerichtsschöffens folgte der Ortsbeirat zwar einstimmig der Empfehlung des Gemeindevorstands, Hermann Epp in seinem Amt zu bestätigen, monierte aber, dass man im Vorfeld nicht über den weiteren Kandidaten informiert wurde und es sich um keine tatsächliche Wahl handelte, sondern de facto eher um eine Kenntnisnahme der bereits getroffenen Entscheidung des Gemeindevorstands; das Gremium forderte daher, beim nächsten Mal früher involviert und mögliche Kandidaten vorgestellt zu bekommen.

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