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Das Baugebiet Hölle hat eine weitere Hürde im Weilroder Parlament genommen.

Wohnungsbau

Baugebiet Hölle wird umgeplant - Sozialwohnungsbau nicht möglich

Das Baugebiet Hölle ist verkauft, dennoch musste der B-Plan noch einmal geändert werden. Der Teufel steckte dabei im Detail.

Emmershausen - Die Hölle in Emmershausen wird anders als ursprünglich geplant ausfallen. Das haben die Mandatsträger in der jüngsten Gemeindevertretersitzung einstimmig beschlossen. Bei dem Neubaugebiet steckt der Teufel dieses Mal wortwörtlich im Detail. Denn das Gebiet in Rod an der Weil kann nicht - wie am 26. Oktober 2017 zunächst samt Satzung beschlossen - an den Start gehen.

Ziel des Baugebietes waren Wohnbaugrundstücke in der Größenordnung von 450 bis 600 Quadratmetern. Darüber hinaus sollte im nordwestlichen Teil des Gebiets ein Areal von rund 2500 Quadratmetern für geförderte Sozialwohnungen entstehen.

"Im Vollzug des Bebauungsplans hat sich nun herausgestellt, dass das Planvorhaben in dieser Form nicht umsetzbar ist", heißt es dazu. Grund dafür ist das Preisniveau der Mietwohnungen für geförderten Wohnraum, der sich auf der Fläche so nicht erzielen lasse. Um den geförderten Wohnraum zu realisieren, müssten mehr Wohnungen gebaut werden, wodurch sich aber auch die Gebäude verändern würden. Das wiederum könnte aber die Nachbarn stören. Um Konflikte zu vermeiden, soll das Areal nun doch zu Wohneigentum entwickelt werden. Dazu galt es, die Festsetzung im Bebauungsplan zu ändern.

Gemeinsames Portal

Pro Gebäude dürfen auf der Fläche maximal vier Wohnungen entstehen, die Mindestgröße pro Grundstück beträgt zudem 350 Quadratmeter. Wie der Gemeindevorstand darüber hinaus mitteilte, sind die restlichen drei Bauplätze (2507, 560 und 634 Quadratmeter) inzwischen verkauft und das Gebiet somit vollständig veräußert.

Ebenso einstimmig votierten die Gemeindevertreter für ein gemeinsames Datenportal mit den Kommunen Grävenwiesbach, Usingen und Weilmünster. In dem Portal sollen die kommunalen Straßen, Leitungen und Kanäle erfasst und auch das Umfeld über Panoramabilder dargestellt werden. Außerdem werde eine Brennpunktanalyse und Prioritätenliste erstellt. Das Land Hessen fördert das Projekt mit 12 000 Euro pro Kommune, die Gesamtkosten betragen rund 20 000 Euro für das gesamte Straßennetz von rund 55 Kilometern.

Ende des Jahres läuft auch der Vertrag mit dem Abfallentsorgungsunternehmen der Gemeinde aus. Einstimmig haben die Gemeindevertreter eine gemeinsame, europaweite Ausschreibung für die Abfall- und Grüneckenentsorgung beschlossen. Dabei soll das Prinzip der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) mit den Usinger-Land-Kommunen beibehalten und Glashütten aufgenommen werden.

Gemeinde nimmt Geld ein

Ausgenommen von der Entsorgung ist hingegen Sperrmüll sowie Papier, Pappe und Kartonagen. Diese sollen weiterhin mittels Vereinbarung mit dem Hochtaunuskreis über Rhein-Main-Abfall sortiert und verwertet werden. Durch die Weiterverwertung erzielte Weilrod in der Vergangenheit Erlöse von rund 46 100 Euro. Das soll so bleiben, befanden die Abgeordneten.

Wie der Gemeindevorstand mitteilte, hat die Firma Süwag eine Stromkostenerstattung für die Straßenbeleuchtung in Höhe von rund 160 000 Euro aus dem Jahr 2018 gezahlt. Im Jahr 2017 betrug sie rund 350 000 Euro. Geld gab's auch von Abo Wind aus der Abrechnung des Windparks Riedelbach in Höhe von rund 20 600 Euro.

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