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20 und ein Jahr Partnerschaft

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ualoka_billy2_kh_300522_4c © Sabine Neugebauer

Weilrod. Eine goldene »21« prangte an der Stirnwand des Riedelbacher Dorfgemeinschaftshauses (DGH). 20 Jahre plus eines hält bereits die Freundschaft der Partnerkommunen Weilrod und Billy-Berclau. Und das wurde am Samstagabend im DGH ausgiebig gefeiert. Bereits am Donnerstagnachmittag waren 29 Freunde aus dem Pas de Calais in Nordfrankreich angekommen und wurden im Riedelbacher Schützenhaus begrüßt.

Das war ein großes Hallo nach so langer Zeit, denn viele Freundschaften bestehen schon seit Jahren. Dann fuhren die Gäste mit ihren Gastfamilien in die Unterkünfte.

Im Planwagen rund um Riedelbach

Für Freitag hatten die Gastgeber um die Komiteevorsitzende Kathia Hedwig eine Planwagenfahrt rund um Riedelbach organisiert. Am Arboretum auf dem Lichtberg vorbei ging es bis nach Cratzenbach, wo ein kurzer Einkaufsstopp bei der Metzgerei Rühl eingelegt wurde.

Durch den Windpark fuhr man an den Heidesportplatz, wo bei einem Ratespiel ein Motorsegler-Rundflug als Preis winkte; gewonnen hat den Debrune Stefanski. Abends bewirtete der Mauloffer Schützenverein die französischen Gäste und ihre deutschen Gastgeber im Mauloffer Schützenhaus. Der Samstag blieb Gastgebern und Gästen zur freien Verfügung, viele fuhren nach Limburg, um die dortige Altstadt zu besuchen.

Und abends stand die Jubiläumsfeier auf dem Programm, zu der auch einige Verantwortliche der vergangenen Jahre aus Politik und Komitee eingeladen waren. Besonders begrüßt wurden Jean Paul Morand und Altbürgermeister Hartmut Haibach, ohne die es diese Freundschaft nicht gegeben hätte.

Denn Morand war Ende der 1990er Jahre im Bauamt der Gemeinde tätig. Und dieser stellte den Kontakt zu seiner Heimatgemeinde Billy-Berclau her. Und so kam es Anfang 2001 zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde.

Schmerz und Leid überwunden

Bei diesem Akt war auch schon der heutige Bürgermeister Götz Esser dabei, damals ganz frisch zum Gemeindevertreter gewählt. »Im Rahmen der Städtepartnerschaften kommen die Menschen von der so oft beschworenen Basis zueinander, lernen sich kennen, schließen Freundschaften«, sagte Esser in seiner Festrede. Jeder sorge dafür, dass der andere mehr über die Kultur und den Alltag der Menschen in den Partnerstädten erfahre. »Grenzüberschreitende Freundschaften an der Basis sind ein wahres Friedenswerk.« Und auch der Bürgermeister von Billy-Berclau, Steve Bossart, hob hervor: »Der Frieden zwischen den Völkern, daran muss gearbeitet werden. Selbst wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen, so verstehen wir uns doch«. In der Vergangenheit habe man es geschafft, Leid und Schmerz zu überwinden.

Bossart überreichte Esser die Ehrenbürger-Medaille Billy-Berclaus und ernannte damit seinen Weilroder Kollegen zum Ehrenbürger der französischen Gemeinde. Nach weiterem Austausch von Geschenken wurde der gemütliche und nahrhafte Teil des Abends eingeläutet. Ein reichhaltiges Buffet wartete. Und als Überraschung des Abends zeigte Zauberer/Magicien Gerald seine Künste, die er wortgewandt in drei Sprachen kommentierte.

»Ein Prosit der Gemütlichkeit«, in diesen gesungenen Trinkspruch fielen alle Gäste des Abends ein, als Alleinunterhalter Uwe Streibel ihn anstimmte. Und mit »Rote Lippen soll man küssen« oder auch »Liebeskummer lohnt sich nicht« ging es weiter. Bald füllte sich auch die Tanzfläche. Und bis spät in die Nacht wurde so die deutsch-französische Freundschaft weiter gepflegt.

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ualoka_billy3_300522_4c © Sabine Neugebauer

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