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Beim Singen die Gemeinschaft spüren

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Von: Evelyn Kreutz

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Organisatorin Daniela Crecelius (zweite von rechts), Chorleiter Darius Rossol (vorne) und die Teilnehmer vom Gospelworkshop in Emmershausen hatten viel Spaß miteinander und geben zum Abschluss ein Open-Air-Konzert vor dem Bürgerhaus.
Organisatorin Daniela Crecelius (zweite von rechts), Chorleiter Darius Rossol (vorne) und die Teilnehmer vom Gospelworkshop in Emmershausen hatten viel Spaß miteinander und geben zum Abschluss ein Open-Air-Konzert vor dem Bürgerhaus. © Evelyn Kreutz

Im Gospel-Workshop in Emmershausen absolvieren die Teilnehmer ein straffes Programm.

Weilrod -Auch als Zuhörer spürte man die Freude, die die Sänger ganz offensichtlich empfanden. Voller Inbrunst mit einem seligen Lächeln im Gesicht sangen sie "Don't you want to be a part of the kingdom" und motivierten sich gegenseitig mit einem überzeugenden "come on everybody". So heißt es in dem Song "Righteousness, Peace, Joy", den 43 Teilnehmer, darunter ein einziger Mann, im Gospel-Workshop unter Leitung von Darius Rossol einstudierten.

Daniela Crecelius vom Kirchenvorstand Emmershausen hatte den charismatischen Chorleiter zum elften Mal für einen Workshop eingeladen. Der sollte eigentlich schon an einem Wochenende im Januar stattfinden, musste aber wegen Corona in den Sommer verschoben werden. Weil jetzt nur noch ein Ausweichtermin unter der Woche frei war, hatte Crecelius mit so vielen Teilnehmern gar nicht gerechnet.

"Wir wollen einfach beim Singen die Gemeinschaft und die Nähe zu Gott spüren", drückte es Crecelius aus und ergänzte: "Du spürst einfach, dass das etwas mit dir macht, etwas tief in dir bewegt." Das spürten nicht nur die Stammsänger unter den Teilnehmern, sondern auch diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren. Die absolvierten in kurzer Zeit ein straffes Programm. In nur drei Stunden schafften sich die Sänger 13 Lieder drauf.

Das mitreißende "Kumbaya my Lord" kannten ohnehin vorher schon alle und es ging praktisch zum Einsingen flott von den Lippen. "Egal, was es ist, es gibt nichts, was ihr nicht könnt", machte Rossol auch den Anfängern immer wieder Mut. Die erfahrenen Sänger waren sogar in der Lage, ohne große Anleitung die zweite Stimme zu singen. "Es geht darum, selbstbewusst im Vertrauen auf die eigene Kraft und in der Verbindung zu Gott zu singen und eure Gefühle auszudrücken."

"Wenn ihr singt ,Joy in the Holy Ghost', dann muss man eure Freude spüren", sagte er. Nach dem ersten Anlauf war er noch nicht ganz zufrieden und empfahl: "Wenn ihr euch dabei aufrichtet und lächelt, wird das noch besser." Er behielt Recht und motivierte die Sänger danach auch noch dazu zu tanzen. "Es ist immer wieder faszinierend, wie Darius wildfremde Menschen spontan erreicht, entdeckt, was in ihnen schlummert, und zu sängerischen Höchstleistungen anspornt", meinte dazu Crecelius.

Davon durften sich beim Abschlusskonzert vor dem Bürgerhaus auch Zaungäste überzeugen. Und sie hörten auch Lieder, die die Workshop-Teilnehmer vorher gar nicht geübt hatten. Auch viele Zuhörer stimmten spontan ein in "When the Saints go Marching in" und in den Kanon "O wie wohl ist mir am Abend".

Wie wohl dieser Workshop den Teilnehmern getan hat, schrieben einige am nächsten Tag per Mail an Crecelius. "Da war viel von Glücksgefühlen und der Magie des Augenblicks die Rede", berichtete sie. Sie selbst kann das nachvollziehen und das ist auch der Grund dafür, dass sie Rossol regelmäßig nach Emmershausen einlädt und auch an anderen besonderen Orten an seinen Workshops teilnimmt. Gerade nach den schwierigen Corona-Zeiten sei das, was man aus dem gemeinsamen Singen mitnehmen kann, besonders wichtig. VON EVELYN KREUTZ

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