1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Weilrod

Catrin und Johannes Anker sind neue Besitzer des Berghofs in Weilrod

Erstellt:

Kommentare

Sieben Shetland Ponys, drei Irish Terrier, zehn Pinzgauer Rinder und ein Aubrac Stier sind mit Johannes und Catrin Anker auf dem Berghof bei Rod an der Weil eingezogen.
Sieben Shetland Ponys, drei Irish Terrier, zehn Pinzgauer Rinder und ein Aubrac Stier sind mit Johannes und Catrin Anker auf dem Berghof bei Rod an der Weil eingezogen. © sn

Neue Eigentümer bringen ihre Ponys, Hunde, Rinder und einen Stier von Tirol mit in den Taunus. Die vier Ferienwohnungen im Haupthaus werden hergerichtet und sollen mit "leicht alpenländischem Touch" neu ausgestattet werden.

Rod an der Weil -Der Berghof bei Rod an der Weil hat neue Eigentümer: Catrin und Johannes Anker haben Mitte Januar das Anwesen übernommen. Und mit ihnen sind unter anderem sieben Shetland Ponys, drei Irish Terrier, zehn Pinzgauer Rinder und ein Aubrac Stier in den Taunus gekommen. Vorher lebten sie alle auf dem Heimatstätter Hof in Langkampfen, Tirol. Die Ankers bewirtschafteten den Hof im Nebenerwerb mit Direktvermarktung von Gänsen, Rindfleisch sowie Hühnern und Eiern.

Doch die Eheleute suchten eine neue Wirkungsstätte. Und da Catrin Anker (43) aus dem Vordertaunus stammt, suchten sie in ihrer alten Heimat nach einem entsprechenden Objekt, wo sie im erweiterten Bereich Landwirtschaft betreiben konnten. Im vergangenen Sommer schauten sie sich den Berghof an, im September wurde der Vertrag abgeschlossen, und nach der Umstellung von Pacht- und Einstellungsverträgen konnte die Übernahme erfolgen. Nur der Hof in Tirol muss jetzt noch verkauft werden. Aber die dort lebenden Tiere sind entweder mit in den Taunus gezogen oder wurden abgeschafft. Nur der Schwiegervater betreut den Hof noch bis zum Verkauf.

Vier sanierte Ferienwohnungen

Hier auf dem Berghof sind Ankers jetzt dabei, sich einzurichten. Die vier Ferienwohnungen im Haupthaus werden hergerichtet und sollen mit "leicht alpenländischem Touch" neu ausgestattet werden. Von hier aus hat man einen schönen Blick über das Weiltal - wenn einige der Bäume vor den Fenstern gefällt sind. Was ein nächster Schritt ist. Die Pensionspferdehaltung wird beibehalten, wenn auch etwas reduziert. Die 20 Offenstallplätze sind belegt, von den 18 Boxen sind einige frei. "Für Gangpferde ist die Anlage optimal", sagt Anker, denn ein Oval als Reitplatz sei neben Halle und weiteren Möglichkeiten vorhanden.

Urlaub mit dem eigenen Pferd

Angeboten werden soll "Urlaub mit dem eigenen Pferd". Die Feriengäste können ihre Pferde mitbringen und von Rod an der Weil aus Sternritte unternehmen. Oder bei Wanderritten kann der Berghof eine Station sein. Die "kleinen roten Teufel", so Catrin Anker, ihre Irish Terrier, wuseln über den ganzen Hof. Diese Hunderasse züchtet sie. Aber auch Shetland Ponys. Anker ist beim Bayrischen Zuchtverband mit dieser Ponyrasse eingetragen. Wie es mit den Rindern weitergeht, weiß Anker noch nicht so genau. Sie habe sie mitgenommen, da ihr Herz an ihnen hänge. Und die Eheleute Anker haben noch weitere Ideen im Kopf. Da ein Holzhacker im Bestand vorhanden ist, kann sich Johannes Anker vorstellen, seine Dienste anzubieten. Die großen Dachflächen könnten auch für Photovoltaik geeignet sein. Und auch eine Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten steht im Raum.

Familie Wendel, die Vorgänger von Ankers, hatten den Hof im März 1996 gekauft. "Wir haben den Hof mit viel Elan aufgebaut", blickt Ulrike Wendel zurück, "es war eine schöne Zeit."

Als sie ihn damals übernommen hatten, sei der Hof mehr Schreinerei als landwirtschaftlicher Betrieb gewesen. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten war der Berghof bei Rod an der Weil mit seiner Gangpferdezucht bei Pferdeliebhabern bekannt. Zahlreiche Gangpferdeturniere mit Gästen aus ganz Europa richtete die Familie Wendel hier aus. VON SABINE NEUGEBAUER

Auch interessant

Kommentare