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Auch ?Hans aus Hasselbach? (links) band Alpar Fendo in seine intergalaktische Show ein.

Komik und Magie

Magier Alpar Fendo begeistert in Weilrod mit intergalaktischer Show

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Wo kann man Außerirdischen begegnen? Auf jeden Fall dort, wo Alpar Fendo unterwegs ist. Der Magier verzauberte die Besucher im Schloss Neuweilnau am Samstagabend vortrefflich. Dabei mixte er unterhaltsam Magie und Comedy.

Egal, wie oft man diese Zaubertricks schon gesehen hat – wer nicht weiß, wie sie funktionieren, ist noch immer verblüfft. So erging es auch den Besuchern der Show von Alpar Fendo am Samstagabend im Gewölbekeller von Schloss Neuweilnau. Wie gefragt der heutige Berliner ist, verriet Karin Müller vom Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau: „Wir haben ihn schon zwei Jahre zuvor gebucht.“ Zufall sei es gewesen, denn der Bruder von Fendo lebe in Altweilnau und dank guter Kontakte sei nun also der bekannte Zauberer, Bauchredner und Comedian ins Schloss gekommen.

Mit seiner neuen Show „Keine Zeit für Urknall“ vermischte Alpar Fendo gleich in zwei Rollen Comedy, Zauberkunst und Bauchreden. In seiner Rolle als „Türkel“, ein integrierter türkischer Schwabe, wie er den Besuchern erklärte, war er schon immer fasziniert von den Sternen. Vor allem aber von Außerirdischen. Diese fand er in Deutschland: „Als wir von dem kleinen Istanbul mit meiner Familie in die Metropole zogen – Sulz am Neckar.“ Durch die Kunst des Bauchredens erweckte er die „außerirdische“ Puppe AllFred zum Leben, die keck und mit Wortwitz die eine oder andere Spitze auch in Richtung Zuschauer abfeuerte. Nicht ohne vorher „hochtoxische Gase“ abzusetzen – so nervös sei AllFred. Mit viel Witz und Charme ging es von einem Ulk zum nächsten, von der Frage nach der Intelligenz zu der Suche nach Kornkreiszeichen. Geschickt ließ Alpar Fendo die Grenzen zwischen Comedy und Mentalmagie verschmelzen.

Dazu bediente er sich auch gerne der Zuschauer, die ihm bei Tricks und urkomischen Szenen assistierten. Sei es „Hans aus Hasselbach“, der mittels galaktischem Kontakt und seinem Körper Kornkreiszeichen auf eine Kreidetafel übertrug. Der Helm, den er dafür aufziehen musste, sorgte allein schon für herzliches Gelächter der Zuschauer. In rasantem Tempo ging es von magisch projizierten Bildern zu der Kraft des Gedankenlesens, wobei ihm auch hier eine Zuschauerin behilflich sein musste. Sie wählte Farben für ein Bild aus, dessen Ergebnis Fendo vorhergesehen hatte. Er zog das Ergebnis, nämlich exakt jene Farbwahl, aus einem Briefumschlag. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach.

Die Überraschung war perfekt, und nach einer kurzen Pause schlüpfte der Künstler gleich in eine weitere Rolle, den aalglatten Al Cappuccino. Der schmierig wirkende Italiener, der zunächst mit offener Hose die Bühne betrat, erfüllte mit seiner überschwänglichen Liebe zu seiner „Maaamaa“ oder dem Einkauf original italienischer Plagiat-Spaghetti so ziemlich alle Klischee. „Ich bin Enttäuschungskünstler“, warnte er die Zuschauer. Denn er wolle alle binnen „einer Viertelstunde enttäuschen“. Doch daraus wurde nichts. Wieder band er das Publikum geschickt ein, spielte zwischen Komik und Magie und der Kunst, dabei auch noch komisch zu sein. Das Publikum goutierte es stets mit viel Applaus und sparte auch nach überaus kurzweiligen zwei Stunden nicht damit.

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