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Ortsvorsteher will »Businessplan« fürs Backes

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Susanne Breier (vorne), Katharina Heinz (dahinter von links), Klaus Fuchs, Kim Schwieder, Mario Lauth und Raimund Moses vom Ortsbeirat Rod an der Weil stellen zwei Warnmännchen am Schulweg in Niederrod auf. FOTO: NEUGEBAUER © Sabine Neugebauer

Weilrod-Rod an der Weil (sng). Einen »Businessplan« für das Backes solle der Heimat- und Brauchtumsverein (HBV) vorlegen, regte Klaus Fuchs (FWG) an, Ortsvorsteher von Rod an der Weil. Denn bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates im Saalbau Felsenkeller drehte sich ein Tagesordnungspunkt um das denkmalgeschützte, kleine Gebäude. Im Liegenschaftsbericht der Gemeinde Weilrod wird nämlich die Empfehlung ausgesprochen, für solche Gebäude Kaufinteressenten zu finden oder sie alternativ in die Hände eines Vereins oder einer Interessengruppe zu geben, damit die Gemeinde keine weiteren Folgekosten zu tragen hat.

Henrik Schlegel vom HBV berichtete, dass in den vergangenen vier Jahren am Backes zum Teil pandemiebedingt nicht viel passiert sei. Aber kürzlich erst wurde begonnen, den Boden mit Schotter aufzubauen. Darauf solle eine Schicht Splitt folgen, damit dort in Zukunft Sandsteinplatten verlegt werden könnten. Zunächst sollen aber Bretter den Boden bilden. Denn wenn wirklich einmal der Backofen saniert oder ganz neu gemacht werden sollte, dann solle ein Sandsteinboden nicht leiden.

Neuer Ofen kostet gute 3 000 Euro

Ein vor einigen Jahren erstelltes Angebot für einen neuen Ofen habe bei rund 30 000 Euro gelegen, so Schlegel weiter. Aber so viel Geld sei nicht da. Der HBV habe immerhin noch etwa 40 Mitglieder, auch wenn zuletzt eigentlich nur noch zwei, er selbst und der Vorsitzende Bernd Sommer, aktiv seien. Mario Lauth (FWG) sah viel Arbeit und viel Know-how, das benötigt werde, einerseits um das Backes zu sanieren, andererseits aber auch um dann wieder zu backen. Zumindest das Wissen ums Anheizen und Backen könne man sich in benachbarten Dörfern bei den dort aktiven Vereinen oder Initiativen holen. Wie Schlegel sagte, sei Ziel, den Ofen vier bis sechsmal im Jahr anzuheizen und zu backen. Karlheinz Veith, langjähriges und aktives Mitglied des HBV, sah es allerdings anders: »Der HBV ist so gut wie tot«.

Beim Ortsbeiratsbudget herrsche eine »komfortable Lage«, sagte Fuchs, denn es stünden noch Gelder aus 2020 und 2021 zur Verfügung, die allerdings in diesem Jahr ausgegeben werden müssten, sonst verfielen sie. Zuletzt sei die Lautsprecheranlage für den Friedhof nach »schwieriger Geburt« endlich installiert worden und die beiden angeschafften Warnmännchen seien kurz vor der Sitzung unter Mithilfe von Gunnar Breier, Fraktionsvorsitzender der Grünen, aufgestellt und mit Beton verankert worden. Und so könnten jetzt neue Projekte angegangen werden.

Als eine Idee brachte Susanne Breier (Grüne) die Anregung von Müttern ein, ein Sonnensegel für den Sandkasten im Weilpark anzuschaffen. Aus den Reihen der Zuhörer wurde die Aufstellung von Ruhebänken um Rod vorgeschlagen. Weitere Vorschläge waren eine Regenrinne mit Regenfass an der Grillhütte im Weilpark sowie die Anschaffung einer Geschwindigkeitsmesstafel. Der Ortsvorsteher will zur nächsten Sitzung am 6. Juli die Kosten für die jeweiligen Vorschläge zusammentragen, um dann zu einer Abstimmung zu kommen.

Lauth teilte mit, dass die Schilder für den geplanten Bewegungspark im Weilpark bestellt seien. Susanne Breier wies auf den Automatenbetreiber von »Taunusschätze« hin, der in seinen gekühlten Schränken regionale Produkte anbiete. »Was bietet der, was der Rewe nicht bietet?«, fragte Fuchs. Auch Lauth war eher der Meinung, dass solche Automaten in Orten gut wären, in denen sonst kein Lebensmittelgeschäft vorhanden ist. So wurde eine weitere Verfolgung der Idee für Rod an der Weil abgelehnt. Für Freitag, 3. Juni, 18.30 Uhr werde der erste Dorftreff nach der Pandemie im Weilpark geplant, beschloss das Gremium.

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