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Unterricht an Fichte und Co.

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Dieses Mandala schmückt jetzt den Wald oberhalb der Grundschule im Weiltal und wird dort eine Zeit lang an den Schulwaldtag in Rod an der Weil erinnern. FOTO: SCHWARZ-CROMM © Red

Weilrod-Rod an der Weil (msc). Dieser Tage verlegten die Schüler der Grundschule im Weiltal ihr Klassenzimmer in den Wald. Das Schulgebäude blieb verwaist. Dafür lernten alle Klassen beim Schulwaldtag eine Menge fürs Leben.

»Der Schulwaldtag ist etwas ganz Besonderes«, sagte auch Försterin Bhavana Kaiser und wusste von den früheren Veranstaltungen vom Gewusel im Wald. Denn wenn acht Schulklassen den Wald bevölkern, ist eine Menge los. Weil die Schule direkt am Waldrand liegt und es sogar einen Ausgang dorthin gibt, werden die Kinder immer wieder mit dem Thema Wald konfrontiert. Beim Schulwaldtag wird das noch einmal intensiviert.

Heuer gab es drei Stationen, den Schlangengang, die Mandalas und den Blindlauf. Für die Kinder ist es immer wieder abenteuerlich, kreuz und quer im Wald herumlaufen zu dürfen - und dann auch noch im Schlangengang. Dabei fassten sich die Kinder an den Schultern oder an den Händen und liefen als Schlange in schwierigem Gelände, aber ohne sich loszulassen, teilweise auch seit- und rückwärts.

Experten stehen für Infos bereit

Mandalas legten sie am grünen Klassenzimmer aus Naturmaterialien um Baumstämme. So entstanden natürliche Kunstwerke.

Beim Blindlauf hieß es Vertrauen beweisen. Mit verbundenen Augen und unter der Leitung eines Mitschülers zogen sich die Kinder an einer gespannten Schnur entlang. »Jetzt gibt es einen neuen Auftrag«, hörten die Schüler von der Lehrerin. Sie sollten das Seil vergessen und sich mit verbundenen Augen von einem Schüler zu einem Baum führen lassen. Später sollten sie sagen, wo sie gewesen waren. Da musste jeder genau aufpassen, denn es galt zu fühlen, zu hören und zu riechen.

Holz ist vielfältig nutzbar

Wenn es um Fachwissen im Wald geht, dann steht der Forst für die Grundschule bereit. Also gab es gleich vier Stationen, die mit Fachleuten von Hessen Forst besetzt waren. Wald und Wild präsentierten sich im Doppelpack, dazu gesellten sich Holz und Waldarbeit sowie Baumarten. Wie viele unterschiedliche Bäume rings um die Schule wachsen, das wissen die Grundschüler nun. Auch die vielen Infos über die Waldtiere waren für sie sehr interessant. Und siehe da, die Kinder wussten schon so einiges.

Revierförster Felix Meyer berichtete über das Pflanzen und Fällen von Bäumen. »Warum werden die Bäume gefällt?«, fragte er. Die Kinder wussten etwa, dass Holz zum Heizen dient. Aber der Förster hatte noch mehr Utensilien aus Holz dabei: Kochlöffel, Pfannenwender, Schüsseln, aber auch Holzbalken und Papier.

Bevor der gefällte Holzstamm zur Verarbeitung ins Sägewerk kommt, erhält er eine Nummer. »Früher wurden diese Markierungen eingeschlagen«, erklärte Meyer und ließ alle Kinder kräftig zuschlagen. Heute gehe das einfacher mit einem Nummernblättchen, auf dem die Nummerierung zudem viel besser zu sehen sei.

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