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Auch wenn die meisten Blumen verblüht sind und das satte Grün fehlt, halten sich Britta und Manfred Maurer gerne in ihrem Garten auf.

Hitzewelle

Wetterau: Grüne Aktionstage wegen großer Trockenheit abgesagt

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Gartenfreunde, die sich bereits darauf gefreut hatten, die grüne Pracht privater Oasen im Weiltal zu genießen, müssen eine Enttäuschung verdauen. Die Aktion „Offene Gärten im oberen Weiltal“, die ursprünglich am 8. und 9. September stattfinden sollte, finden nicht statt. Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit haben die Organisatoren die Veranstaltung jetzt abgesagt. Einige Gärtner hatten schon vorher einen Rückzieher gemacht, weil sie ihren verdorrten Garten nicht zeigen wollten.

„Unser Garten ist wegen der Hitze und der Trockenheit in einem beklagenswerten Zustand“, stellt Brita Maurer fest. Zusammen mit ihrem Mann Thomas und den Eltern Britta und Manfred Maurer pflegt sie den gemeinsamen Garten in Arnoldshain. Und das mit Stolz und viel Liebe. Deshalb wollten die Maurers in diesem Jahr ihr Kleinod auch zum ersten Mal am 8. und 9. September im Rahmen der Aktion „Offene Gärten im oberen Weiltal“ der Öffentlichkeit zeigen.

Daraus wird aber nun nichts. Denn beim Stammtisch am Donnerstagabend beschlossen die Mitglieder, die Aktion abzusagen. Den Ausschlag habe letztlich der Aufruf der Gemeinde Schmitten zum Wassersparen gegeben, meinte Jürgen Marcel Fischer aus Oberreifenberg. Er wird künftig zusammen mit seiner Frau Rosemarie Fischer-Gudszus sowie Edith und Volker Gottwald aus Waldems und Dr. Brigitte Hichgesand aus Dorfweil für die Organisation der „Offenen Gärten“ verantwortlich zeichnen und damit Steffi Weber, die Initiatorin der grünen Tage, ablösen.

Beim offenen Stammtisch am Donnerstagabend teilte Fischer mit, dass drei der 14 Teilnehmer für September bereits einen Rückzieher gemacht hätten. Die Begründung: „Wir kriegen unseren Garten nicht so hin, wie wir ihn gerne präsentieren möchten.“ Auch im Garten der Fischers hat die Felsenbirne bereits ihre Blätter abgeworfen. Und im Garten der Maurers sind bereits jetzt Blumen, deren Zeit noch gar nicht gekommen war, verblüht. Obschon der Garten der Maurers bestimmt auch ohne Blumenschmuck seinen Reiz hätte, gab es in der Runde noch einen weiteren Aspekt für die Absage. Die meisten Besucher seien schließlich selbst Gartenbesitzer. „Und wenn die sich in ihrem eigenen grünen Reich, das zunehmend gelb und braun wird, umsehen, haben die bestimmt nicht so viel Lust, ins Weiltal zu fahren“, davon ist Fischer-Gudszus überzeugt.

Ihr Mann hatte vor dem Stammtisch noch mit Karl Zwermann, dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Wernborn, gesprochen und Rat eingeholt. Und der habe dafür plädiert, die Pflanzen nur im Rahmen lebenserhaltender Maßnahmen zu gießen.

Auf den allerletzten Drücker stoppten die Organisatoren die Veranstaltung. Die Pläne, gleichzeitig Eintrittskarten und Wegweiser für den Rundgang, sollten am Montag in Druck gehen.

Ein größerer finanzieller Schaden ist nicht entstanden. Abgesehen von den Flyern, die im Mai beim Pflanzenmarkt im Hessenpark verteilt worden waren, mussten keine Kosten beglichen werden. Die Charakterisierung ihrer Gärten, können die Teilnehmer fürs nächste Jahr abwandeln, falls sich im Garten etwas geändert hat.

Die Maurers sind auf jeden Fall wieder dabei. Der Termin für die offenen Gärten 2019 steht auch schon. Diesmal werden an zwei Wochenenden die Gärtner ihre Schätze zeigen, und zwar am 25. und 26. Mai und am 22. und 23. Juni. „Je nach dem, wie ein Garten angelegt ist, hat er bestimmte Schwerpunkte und mehrere schöne Phasen“, so Fischer. „Weil die Karten für beide Wochenenden gelten sollen, können wir auch mehr Leute erreichen,“ ergänzt Fischer-Gudszus.

Die Initiatorin der „Offenen Gärten“, Steffi Weber, wird dann bei der Organisation nicht mehr mit im Boot sein. Weber betreut künftig nur noch den Pfad der Sinne weiter. Weil die Buchung von Schloss Neuweilnau an Weber gekoppelt war, entfällt ab 2019 auch die Auftaktveranstaltung im Schloss mit Künstlern und Kuchenverkauf.

Auf der von Edith Gottwald betreuten Homepage werden die Organisatoren künftig aktuell über ihre Aktivitäten informieren. Und dann gibt es noch die monatlichen Gartenstammtische mit Vorträgen zu Gartenthemen und der Möglichkeit, sich über das gemeinsame Hobby auszutauschen.

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