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Weilrod-Stiftung soll kommen

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HFA-Vorsitzender Jens Heuser (von links) Christine Kopplin und Jochem Coerdts von der Taunus Sparkasse sowie Bürgermeister Götz Esser freuen sich auf die Gründung der Bürgerstiftung Weilrod. © Red

Weilrod. Bei Enthaltung von CDU und Grünen sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) Weilrod für die Gründung einer Bürgerstiftung mit dem Namen »Stiftung Unser Weilrod« in der Stiftergemeinschaf der Taunus Sparkasse aus. Die Gemeinde soll durch Vorab-Einwerbung bei Bürgern und Firmen ein sogenanntes Dotationskapital von 25 000 in die Stiftung einbringen.

Der Stiftungsrat soll mit sieben stimmberechtigten Personen besetzt werden.

In einer umfassenden Präsentation gaben Christine Kopplin und Jochem Coerdts von der Taunus Sparkasse Informationen zur Errichtung der Bürgerstiftung. Ihre klaren Aussagen: »Im Zentrum stehen die Bürger, die mit Ideen, Zeit und Geld Projekte in ihren Ortsteilen umsetzen« und »Die Bürgerstiftung lebt von Zuwendungen, Spenden und Vermächtnissen.«

Vom eingezahlten Dotationskapital entfallen 20 000 Euro auf das dauerhaft zu erhaltene Vermögen, 5000 Euro werden als Spende zugewendet und müssen innerhalb von zwei Jahren einem Stiftungszweck zugeführt werden. Bei künftigen Zuwendungen ab einem Betrag von 500 Euro entfallen 80 Prozent auf das Grundstockvermögen, 20 Prozent sind als Spende zu verwenden.

Die »Stiftung unser Weilrod« soll gemeinnützige und mildtätige Stiftungszwecke verwirklichen, soweit gemeindliche Aufgaben des eigenen Wirkungskreises erfüllt werden. Projekte sind möglich im öffentlichen Gesundheitswesen, in Jugend- oder Altenhilfe, in den Bereichen Kunst und Kultur, Denkmalschutz und -pflege, Bildung und Ausbildung, Natur- und Klimaschutz sowie Landschaftspflege, im Wohlfahrts- und Rettungswesen sowie im Brandschutz, im Sport, der Heimatpflege und Heimatkunde, für mildtätiger Zwecke sowie bei bürgerschaftlichem Engagement.

Die Taunus Sparkasse verwaltet das Stiftungsvermögen. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre gab es 3,4 Prozent Rendite auf das gebundene Kapital. Das Kuratorium der Stiftergemeinschaft der Taunus Sparkasse übernimmt die Überwachungs- und Kontrollaufgaben und die Deutsche Stiftungstreuhand AG als rechtlicher Vertreter die Verwaltungsarbeit »Sie haben nur mit den schönen Dingen zu tun«, sagte Coerdts. Denn der noch zu bestimmende bis zu siebenköpfige Stiftungsrat entscheidet über die Mittelverwendung - also darüber, welche Projekte gefördert werden.

Die erstmalige Benennung der weiteren Mitglieder des Stiftungsrats erfolgt auf Vorschlag des Gemeindevorstands. Als ständige Mitglieder sind Kraft Amtes der/die jeweilige Bürgermeister/in und der/die Vorsitzende/r der Gemeindevertretung vorgesehen.

Entscheidung Ende April

Damit hatte Marlis Teubert (Grüne) ein Problem. Sie plädierte für einen politisch unabhängigen Stiftungsrat. Dr. Stephan Wetzel (SPD) sah das anders und sagte: »Die Stiftung steht und fällt mit der Akzeptanz in der Bevölkerung. Wir brauchen bekannte Mandatsträger um Gelder einzuwerben und das ehrenamtliche Engagement zu fördern.« Es gebe nichts Demokratischeres und Objektiveres, als diese beiden Positionen der Gemeinde zu übertragen. Seitens der FWG signalisierte Holger Füßer: »Wir stehen dahinter.« Ausschussvorsitzender Jens Heuser (FWG) hob außerdem die Bedeutung eines schnellen Durchgriffs auf die Verwaltung hervor. Er sagte: »Wir arbeiten doch alle daran, dass die Bürgerstiftung erfolgreich für alle wird.« Armin Ott blieb kritisch und sprach von einem ungünstigen Zeitpunkt für die Gründung. Die Gemeindevertretung wird am 28. April endgültig darüber entscheiden.

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