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Weitere Nervenprobe für Pendler

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Hiobsbotschaft für Pendler: Die Taunusbahn rollt vom 2. Juli bis 3. Oktober ausschließlich zwischen Bad Homburg und Brandoberndorf. archiv © vht

Züge der S 5 sollen von Juli an drei Monate lang verkürzt fahren

Hochtaunus -Die Hiobsbotschaft für die Fahrgäste aus dem Hochtaunus hat die Bahn bisher in ihrer Fahrplanauskunft versteckt. Drei Monate lang sollen die Züge der S 5 nur auf einer verkürzten Strecke fahren, Fahrgäste müssen sogar doppelt umsteigen.

So wird die S 5 vom 2. Juli bis 3. Oktober nur zwischen Frankfurt-Rödelheim und Oberursel sowie zwischen Oberursel und Friedrichsdorf fahren, bestätigt eine Sprecherin der S-Bahn Rhein-Main auf Nachfrage. Innerhalb Frankfurts entfallen die S 5-Fahrten vollständig.

Sprich: Wer vom Frankfurter zum Bad Homburger Hauptbahnhof möchte, muss die S 3 oder S 4 nach Rödelheim nehmen, dort in eine S 5 nach Oberursel steigen und dort noch einmal in eine andere S 5 nach Bad Homburg wechseln.

Durch die zusätzlichen Umstiege verlängert sich die Reisezeit für Fahrgäste von sonst 24 Minuten in Fahrtrichtung Bad Homburg um elf und in Richtung Frankfurt sogar um satte 30 Minuten, räumt die Sprecherin ein. Der Inselbetrieb von Rödelheim bis Oberursel solle den Betrieb auf der S 5 wieder zuverlässiger machen. Dort können die Züge derzeit nur eines der zwei Gleise benutzen, nachdem ein Lastwagen Anfang des Jahres gegen auf die über die A 5 führende Bahnbrücke gefahren war. Die Brücke muss nun zur Hälfte neu gebaut werden.

Verzögerung bei Stahl-Lieferung

Da der Stahl nur verzögert geliefert wird, musste die Bahn den Fertigstellungstermin bereits von Mai auf 24/25. September verschieben. Der eingleisige Betrieb sorgt seit Januar nicht nur für viele Verspätungen bei S 5 und Taunusbahn. Er sei auch sehr personal- und zeitintensiv, da es dafür keine Signale gebe und die Befehle für alle Fahrten manuell telefonisch zwischen Lokführer und Stellwerk erfolgen müssten, heißt es von der Bahn. Auch der Sicherheitsaspekt spielt wohl eine Rolle: Schließlich muss verhindert werden, dass zwei Bahnen auf dem eingleisigen Abschnitt kollidieren. Das Abkoppeln dieses Abschnitts vom übrigen Netz soll das lösen: Hier pendelt dann nur ein einziger Zug ständig hin und her. Das hat allerdings Folgen für den Hintertaunus, eine harte Geduldsprobe steht bevor: Fallen bisher bereits fünf der bisher acht täglichen Direktverbindungen nach Frankfurt wegen der Engstelle aus, rollt die Taunusbahn vom 2. Juli bis 3. Oktober ausschließlich zwischen Bad Homburg und Brandoberndorf.

Dennis Pfeiffer-Goldmann

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