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Weniger Ausleihen in der Pandemie

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Usingen (msc). Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Jugend, Kultur, Sport und Schulfragen haben am Mittwoch in der Hugenottenkirche den Jahresbericht der Stadtbüchereien erhalten und dabei erfahren, dass die Einrichtung in Usingen einen Landeszuschuss in Höhe von 12 500 Euro erhalten hat.

Die Stadtbücherei musste vom 11. Januar bis zum 28. Februar 2021 wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen bleiben. Die Mitarbeiter haben in dieser Zeit aber Medienpakete zusammengestellt, die nach Bestellung an der Hintertür herausgegeben wurden. Vom 1. März bis 18. Juni wurden Einzeltermine vergeben.

Die Ausleihe der Stadt- und Schulbücherei Eschbach konnte aufgrund der besonderen Regelungen an Schulen erst nach den Sommerferien wieder stattfinden. Wegen Krankheit musste die Einrichtung vom 5. bis 26. August geschlossen bleiben. Seit der Wiedereröffnung fand die Rückgabe und Ausleihe der Medien unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Deshalb konnte nur eine eingeschränkte Zahl an Personen die Stadtbüchereien besuchen.

Alle Veranstaltungen, wie die Besuche der Kindertagesstätten, das Bilderbuchkino, das Erzähltheater »Kamishibai, die Ferienspiele der Stadt, der Kinderkochkurs mit Uwe und Uli und das Figurentheater Marmelock wurden abgesagt. Nur noch jeweils zehn Kinder der Kitas Riedborn, Hand in Hand und Schlappmühler Pfad durften seit Juli in die Stadtbücherei Usingen. Die Kitas Eschbach, Wernborn und Kransberg konnten die Schulbücherei Eschbach nicht besuchen.

Im Januar/Februar wurde die HessenOnleihe erneut für alle hessischen Mitbürger geöffnet. 2021 gab es sogar ein virtuelles Zusatzangebot: »Duden Basiswissen von Munzinger« für Schüler ab der fünften Klasse mit Zugriff über Leseausweis-Daten. Übrigens gilt dieses Angebot auch 2022.

2021 konnten die Büchereien 975 Stunden bei einer Wochenöffnungszeit von 25,5 Stunden geöffnet sein. 3008 angemeldete Leser gab es, von denen 1035 aktiv waren. Die Statistik zeigt, dass darunter 337 Entleiher im Alter bis zwölf Jahre und 292 Onleihe-Nutzer waren. 196 Neuanmeldungen konnten verzeichnet werden. Der Bestand an Medien beträgt 24 608 Stück.

Wegen der langen Schließzeit durch die Pandemie wurden 2021 weniger Ausleihen verbucht, insgesamt 53 291 gegenüber 54 850 im Jahr 2020. Dementsprechend sanken auch die Einnahmen mit 6118,40 Euro im Vergleich zu 2020, wo 6506 Euro in der Bilanz standen. Dafür stiegen die Kosten an: 30 843,10 Euro betrugen die Ausgaben, ein Jahr zuvor waren es lediglich 19 082,74 Euro gewesen. Die Ausgaben beinhalten Beträge für Betriebs- und Wartungskosten, Veranstaltungen, Fortbildungen und Medieneinkauf.

Der Jahresbericht der Stadtbüchereien wird von den Ausschussmitgliedern lediglich zur Kenntnis genommen.

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